Ford Genk: Information zu geplantem Abkommen

Am Donnerstag ist die Belegschaft von Ford Genk über das geplante Abkommen zwischen der Direktion und den Gewerkschaften zur Wiederaufnahme der Produktion am schließungsbedrohten Standort in Genk informiert worden. Im ersten Quartal 2013 soll dort an 40 Tagen gearbeitet werden. Nach diesem Abkommen können die Mitarbeiter wählen: Entweder sie arbeiten nach heutigem Produktionstempo mit einer Prämie von 40 Prozent oder sie produzieren weniger und bekommen dafür auch eine niedrigere Prämie von nur 25 Prozent.

Auf dem Parkplatz sollen 7.000 Autos stehen, die weiterhin blockiert werden. 

Da die Arbeitnehmer von Ford Genk derzeit aus konjunkturellen Gründen zu Hause sind, wollten die Gewerkschaften ihre Mitglieder über das hart erkämpfte Abkommen unterrichten, damit sie so besser einschätzen können, wie sich die Mitglieder am Freitag entscheiden werden.

Die Arbeitnehmer von Ford und die vier Zulieferbetriebe dürfen nämlich ab Freitag wählen, für welchen Weg sie sich entscheiden.

Die Meinungen der Arbeitnehmer über das Abkommen gehen auseinander. Viele Arbeitnehmer der Fabrik, vor allem aber Mitarbeiter der Zulieferfirmen, sollen sich mit dem geplanten Abkommen nicht zufrieden geben wollen. Das 2. Informationsmeeting wurde deshalb in der Firmenhalle selbst abgehalten, zu der nur das Ford-Personal Zugang hat.

Zum ersten Informationstreffen an den Toren des Unternehmens waren viele Arbeitenehmer der Zulieferfirmen gekommen. Sie finden, dass sie von den Gewerkschaften in den Besprechungen nicht gleichgestellt behandelt werden. Dadurch war es zu kleineren Tumulten gekommen und deshalb hat die erste Informationsrunde auch nicht wie geplant statt finden können. 

Zum zweiten Meeting um 15 Uhr entschied man sich, in die Unternehmenshallen von Ford Genk selbst auszuweichen, so dass die Vertreter der Zulieferfirmen nicht mit hinein gehen konnten.

Nicht jeder ist mit dem Zuschlag einverstanden, den Ford für die nächstfolgenden 40 Arbeitstage verspricht. Sie kritisieren vor allem, dass die Prämie nicht bezahlt wird, wenn der Produktion entgegengearbeitet wird.

Die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, dass eine Protestaktion einiger den gesamten Prozess lahm legen kann und das bereitet den Menschen offenbar Sorgen.