Reichster Franzose darf kein Belgier werden

Der Franzose Bernard Arnault darf vorerst kein Belgier werden. Das hat das Ausländeramt entschieden, schreibt die Zeitung De Morgen. Der reichste Mann Europas ist vor drei Monaten von Frankreich nach Belgien gezogen. Laut dem Ausländeramt sei Arnault noch nicht lange genug in unserem Land.

Vor drei Monaten hatte Bernard Arnault angekündigt, dass er in Belgien wohnen wolle und dass er ein Haus im Brüsseler Stadtteil Ukkel gekauft habe.

Arnault, der Unternehmer hinter Luxusmarken wie Dior und Louis Vuitton, ist der reichste Mann von Frankreich und Europa und als Multimilliardär dafür bekannt, dass er gegen die neue Reichensteuer des französischen Präsidenten François Hollande ist.

Er entschied sich deshalb, nach Belgien zu ziehen. Er will sogar die belgische Staatsbürgerschaft annehmen. Hiermit ist das Ausländeramt aber nicht einverstanden. Um Belgier werden zu dürfen, muss Arnault nämlich mindestens 3 Jahre in unserem Land gewohnt haben.

Trotzdem darf Arnault weiter hoffen. Die Chance auf eine unmittelbare belgische Staatsbürgerschaft ist jedoch etwas kleiner geworden. Die Zuerkennung der belgischen Staatsbürgerschaft muss von einem parlamentarischen Ausschuss auf der Grundlage von drei Empfehlungen abgesegnet werden.

Eine der drei Empfehlungen kommt vom Ausländeramt und ist also mit Sicherheit negativ. Jetzt müssen noch die beiden anderen Empfehlungen, eine von der Justiz und eine von der Staatssicherheit, abgewartet werden.

Außerdem bleiben das Empfehlungen. Die eigentliche Entscheidung wird vom Ausschuss gefällt und kann noch mehrere Monate dauern.