BNP Paribas Fortis reduziert Belegschaft

Bei der Bank BNP Paribas Fortis sollen in den nächsten drei Jahren 1.800 Stellen abgebaut werden. Das sind rund 10 Prozent der Belegschaft. Es handelt sich nicht um Entlassungen, sondern die Bank will abgehendes Pesonal nur teilweise ersetzen.

Die Reduzierung des Personalbestandes ist eine Folge der veränderten Wirtschaftslage mit niedrigen Zinssätzen und des recht unsicheren Wirtschaftswachstums.

"Von den durchschnittlich 850 Einstellungen in den letzten drei Jahren gehen wir über auf etwas weniger als 200 Einstellungen pro Jahr", betont der Geschäftsführer Max Jadot (Foto).

Die Bank wird auch andere Umstrukturierungen vornehmen. So sollen künftig neben den Bankfilialen auch digitale und mobile Bankgeinrichtungen eine wichtige Rolle spielen.

"Wahre Verantwortliche leider immer noch auf ihren Posten"

Der Stellenabbau im gesamten Bankensektor ist groß. Die christliche Angestelltengewerkschaft LBC-NKV schätzt, dass die Beschäftigung in dem Sektor nächstes Jahr um 3.000 Einheiten reduziert werde. Das ist die höchste Zahl seit Beginn der Finanzkrise. Diese Zahl beinhaltet noch nicht die vielen hundert "externen" Personen, die in den letzten Jahren bereits ihren Platz räumen mussten.

Die Gewerkschaft betont, dass dem Personal des Bankensektors 2008 noch ausdrücklich dafür gedankt wurde, dass es den Sektor gestützt habe. Zu diesem Zeitpunkt seien die Kunden zu recht erschüttert gewesen. Auch jetzt seien es noch immer die Menschen in den Bankfilialen, die die Fragen der Kunden beantworteten und die sobald es ein Problem gebe, von den Kunden beschimpft würden. "Die tatsächlich Verantwortlichen haben leider ihre Sitze noch immer ungestraft in allerlei Leitungsfunktionen, in denen sie natürlich eine besonders 'nützliche' Arbeit leisten", so LBC-NVK