Überlebenschancen nach Krebs besser geworden

59 Prozent der Männer und 68 Prozent der Frauen sind fünf Jahre nach ihrer Krebsdiagnose noch am Leben. Das geht aus der Studie "Cancer Survival in Belgium" hervor, die eine Krebsstiftung in Auftrag gegeben hat.

Der prozentuale Unterschied zwischen den Geschlechtern erklärt sich durch die unterschiedlichen Überlebenschancen zwischen den verschiedenen Krebsformen, die häufiger bei Männern und solchen, die häufiger bei Frauen vorkommen.

"Im Falle einer ähnlichen Krebsdiagnose bei Mann und Frau könnten auch die weiblichen Hormone diesen Unterschied des Überlebensanteils zwischen den Geschlechtern erklären", betont Julie Franquart von der Krebsstiftung.

Die Studie stützt sich auf die Daten aller Personen, bei denen im Zeitraum von 2004-2008 Krebs diagnostiziert wurde. Der Anteil der Überlebenden wurde um den Anteil der Verstorbenen korrigiert, die aus einem anderen Grund als der Krankheit Krebs gestorben sind. 

Die Überlebenschancen nach fünf Jahren hängen sehr stark davon ab, an welchem Krebs eine Person erkrankt ist.  Sie reichen von einer sehr geringen Überlebenschance (zum Beispiel Lungenkrebs oder Bauchspeicheldrüsenkrebs) über eine mittlere Chance (wie Gebärmutterhalskrebs) bis hin zu sehr guten Überlebenschancen nach 5 Jahren (zum Beispiel bei bösartigen Melanomen, Prostatakrebs, Brustkrebs oder Drüsenkrebs). Die Überlebenschancen hängen auch davon ab, wie weit der Krebs eines Patienten fortgeschritten ist.

"Die Häufigkeit der Krebserkrankungen nimmt zu, weil die Bevölkerung immer älter wird", erklärt Jean-Pascal Machiels, Chefarzt der Onkologieabteilung in der Uniklinik Saint-Luc in Brüssel.

"Zum Glück nimmt die Sterberate Dank der Vorsorgemaßnahmen und -kampagnen sowie der vielseitigen Beratungen, die in den letzten Jahren eingeführt wurden, ab."