Sangari aus Afghanistan geflüchtet

Im Sommer hatten die belgischen Behörden den jungen Asylantragsteller ausgewiesen und in sein Geburtsland Afghanistan zurückgeschickt. Weil seine Sicherheit dort bedroht wird, ist er nun nach Pakistan geflüchtet. Parwais Sangari war als 16-Jähriger nach Belgien geflüchtet und hatte sich in Flandern gut integriert.

2008 war Sangari aus Afghanistan nach Belgien geflüchtet und hatte  Asyl beantragt. Als Begründung gab er an, sein Vater sei von den Taliban umgebracht worden.

Sein Asylantrag wurde jedoch abgewiesen und am 9. Juli wurde Sangari des Landes verwiesen. Diese Ausweisung löste Bestürzung aus, da der junge Afghane sich vorbildlich integriert hatte.

Nach seiner Rückkehr in Afghanistan wohnte er eine Zeit lang bei seinem Onkel in Kabul. Nach neuen Drohungen ist er nach Pakistan geflüchtet, wie seine Anwältin, die Belgierin Kati Verstrepen, mitteilte. Es soll sich um sehr konkrete Drohungen handeln, ausgehend von den Männern, die zuvor seinen Vater bedroht hatten.

Seine Anwältin versucht Beweismaterial zu sammeln und fordert vom belgischen Staat, dass er die internationalen Regeln achtet und einen Flüchtling nicht in ein Land zurücksendet, in dem er in Gefahr ist: "Ist die Gefahr reel, muss Belgien seine Verantwortung aufnehmen und Sangari zurückholen."