Nordsee: Zentraler Stecker für Windparks

Die Betreiber und Investoren von Windparks und das Unternehmen Elia, dass das Elektrizitätsnetzwerk in Belgien betreibt, haben ein gemeinsames Unternehmen gegründet, dass die Stromleitungen aller Windkraftanlagen an der Nordseeküste über einen zentralen Stecker leiten soll. Plug at Sea wurde die Angelegenheit genannt.

Die flämische Tageszeitung de Morgen berichtet in ihrer Donnerstagsausgabe, dass Elia und insgesamt 11 belgische Unternehmen, die aktiv im Bereich Windenergie sind, Plug at Sea gemeinsam ins Leben gerufen haben.

Ziel ist, den gesamten in den belgischen Windparks in der Nordsee in einem gemeinsamen Stecker einzuspeisen, von dem aus eine einzige Hochspannungsleitung den durch Windkraft gewonnen Strom an Land bringt, wo er über das Elia-Netzwerk im Land verteilt wird.

Bisher stellte die Frage, wie der auf der Nordsee gewonnene Strom an Land gebracht werden soll. Auf absehbare Zeit werden insgesamt sieben Windparks vor der Nordseeküste Energie gewinnen. Bisher ging man davon aus, dass jeder Betreiber seine eigene Kabelleitung vom jeweiligen Windpark bis an Land legen würde.

De Morgen schreibt dazu, dass dies wohl zu einem regelrechten „Spaghetti“ aus Stromkabeln am Meeresboden geführt hätte und zudem würden solche seefesten Hochspannungsleitungen Millionen kosten, Unkosten, die jeder einzelne Betreiber oder Investor zu tragen habe.

Die Partner von Plug at Sea

Doch jetzt kommt Plug at Sea in Sicht, eine Initiative, die eigentlich von der belgischen Bundesregierung ausgeht. Beteiligt an diesem Interessenverband sind neben Netzwerkbetreiber Elia folgende 11 Unternehmen:

Die beiden flämischen Kommunalverbände Aspiravi und Z-kracht, das Energieunternehmen Parkwind der Discounterkette Colruyt, das Energieunternehmen der DAHM der Unternehmerfamilie Colruyt, zwei Tochterunternehmen der maritimen Konzessionsgruppe Rent-A-Port aus Antwerpen, der wallonische Kommunalverband Socofe, die Investitionstochter PMV des Bundeslandes Flandern, die beiden wallonischen Landes-Investitionskonsortien SRIW und B.E.FIN sowie nicht zuletzt der umweltfreundliche Energieproduzent Electrawinds.