EU gibt grünes Licht für Dexia-Abwicklung

Die Europäische Kommission in Brüssel hat der belgischen Bundesregierung grünes Licht für die Ausführung der Pläne zur Auflösung der früheren Dexia-Bankengruppe gegeben. Damit kann die Restbank der Dexia langsam aber sicher abgewickelt werden.

Die Zustimmung der EU-Kommission ermöglicht den belgischen Behörden, die Dexia-Gruppe auf eine ordentliche Art und Weise abzuwickeln. Die Dexia Restbank, die die Risikokredite der früheren Bankengruppe verwaltet, erhält von den Regierungen Belgiens und Frankreichs 5,5 Milliarden € frisches Kapital und weitere Staatsgarantien der beiden Länder in Höhe von 85 Milliarden €. Damit kann diese Restbank langsam auslöschen, um letztendlich völlig aufgelöst zu werden.

Gleichzeitig kann die Belfius Bank, die Nachfolgerin von Dexia, die mittlerweile vollständig dem belgischen Staat gehört, eine Umstrukturierung durchführen, die ihr das endgültige Überleben sichern soll. Nach Ansicht von EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia werde die staatliche Hilfe für Dexia auf ein Minimum beschränkt und liege dadurch dem Steuerzahler nicht allzu sehr auf der Tasche. Letztendlich könne die ehemalige Dexia Gruppe durch diese Vorgehensweise ordentlich abgewickelt werden und würde die Stabilität des Finanzsystems nicht mehr gefährden.