2012: Pleitenrekord in Belgien

In diesem, sich dem Ende neigenden, Jahr hat Belgien wieder eine Rekordzahl an Unternehmenspleiten registriert. Bis einschließlich 31. Dezember (10.30 Uhr) handelt es sich um 11.083 Unternehmen. Das ist 5 Prozent mehr als im Jahr 2011, in dem auch schon ein Rekord gebrochen wurde. Das geht aus der Statistik des Unternehmens für Handelsinformationen, Graydon, am Montag hervor. Das Jahr 2013 wird vermutlich noch schlechter.

Insgesamt musste eines von 82 Unternehmen 2012 Konkurs anmelden. In zehn von zwölf Monaten wurde der Monatsrekord geschlagen. Das gilt auch für den Monat Dezember, denn in diesem Monat gingen 951 Unternehmen bankrott.

Graydon ist überzeugt, dass die Pleiten in Belgien die Folge struktureller Probleme seien, die auch schon vor der Krise 2008 festzustellen gewesen seien. "Außerdem haben wir in den letzten Jahren einen enormen Zustrom junger Firmen erlebt. Dies hatte zur Folge, dass es auch mehr Betriebe gab, die wieder aufgehört haben."

Das Studienbüro hat zudem festgestellt, dass nachdem zunächst die verbraucherabhängigen Sektoren und die Zulieferbetriebe Opfer der Krise geworden waren, die eher industriellen Sektoren und damit die Großunternehmen folgten und zur Angriffsfläche geworden sind.

Graydon ist auch für 2013 nicht gerade optimistisch. "Wir können schon jetzt davon ausgehen, dass das heutige schwarze Jahr des Rekordes 2013 geschlagen werden wird."

Daneben hat sich allerdings erwiesen, "dass selbst in diesen neuen Krisenzeiten die tatkräftigsten Unternehmen besonders stabil zu sein scheinen. Gut Dreiviertel aller aktiven Betriebe sitzt unter anderem fest im Sattel."