Restbank Dexia rechnet bis 2018 mit Verlusten

In einer Mitteilung zeigt sich die Dexia Restbank erleichtert über die europäische Zustimmung zum Aufspaltungsplan der französisch-belgischen Großbank Dexia und den jüngsten Entschluss, zusätzliche 5,5 Milliarden Euro in das Institut zu pumpen. Künftig sollen noch weitere Teile abgestoßen werden.

Es ist ein turbulentes Jahr für Dexia oder was noch davon übrig ist, gewesen. Nach der neuen Krise Ende letzten Jahres wurden mehrere Teile verkauft. So wurde die Dexia Bank Belgien (jetzt Belfius) für 4 Milliarden Euro an den belgischen Staat verkauft.

2012 wurden unter anderem die Banque Internationale du Luxemburg (an den katarischen Investitionsfonds Precision Capital) und die türkische Filiale DenizBank (an die russische Sberbank) verkauft. Außerdem wurde eine Vereinbarung („Sale&Purchase-Agreement“) zwischen der Dexia SA und GCS Capital aus Hong Kong zur Übernahme der Dexia Asset Management unterzeichnet.

Die EU-Kommission hat die Aufspaltung genehmigt und die Direktion von Dexia, die sich auch positiv zur Finanzspritze von 5,5 Milliarden Euro durch Belgien und Frankreich äußerte, ist erleichtert. Mit dieser Operation wird der ehemals weltgrößte Kommunalfinanzierer nahezu komplett verstaatlicht, das heißt die Regierungen von Frankreich, Belgien und Luxemburg werden zu 94 Prozent Teilhaber von Dexia und eine umgehende Abwicklung wird verhindert. Gleichzeitig sind die Staatsgarantien auf maximal 85 Milliarden Euro angehoben worden.

Wie soll es weitergehen?

2013 will Dexia weitere Teile veräußern. Es soll sich um Anteile an der spanischen Popular Banca Privada und den französischen Versicherer Sofaxis handeln. Dexia Municipal Agency, der wichtigste Geldgeber der französischen Kommunen, soll für einen Euro an das Konsortium aus französischem Staatsfonds CDC und Banque Postale verkauft werden.

Andere Teile, für die sich die Suche nach Käufern schwieriger gestaltet, wie die Deutsche Kreditbank Aktiengesellschaft DKB,  die italienische Crediop und Anteile an der Dexia Sabadell in Spanien, werden zurückbehalten bis sich die Marktlage verbessert hat.

Die Bilanzsumme von Dexia soll von derzeit 384 Milliarden Euro auf rund 150 Milliarden Euro im Jahr 2020 schrumpfen. Die Restgruppe rechnet auch in den nächsten Jahren weiter mit Verlusten. Erst für 2018 wird auf ein "break even" gehofft.

Der Jahresbericht für dieses Jahr wird am 20. Februar veröffentlicht.