2013: Europäisches Jahr der Bürgerinnen und Bürger

Das Jahr 2013 ist von der EU-Kommission zum Jahr der Bürgerinnen und Bürger ausgerufen worden. Mit einer Reihe von Veranstaltungen, Konferenzen und Seminaren will die EU-Kommission die 500 Millionen Menschen in der Europäischen Union besser über ihre Rechte informieren, heißt es bei der Kommission.

"Die Unionsbürgerschaft ist mehr als nur ein Konzept. Sie ist eine Realität, die dem Bürger konkrete Vorteile bringt", so die Kommissionsvizepräsidentin Viviane Reding, zuständig für Justiz und Bürgerschaft, in einer Mitteilung. Die EU-Kommission wolle den Bürgern zeigen, wie sie ihre Rechte optimal nutzen könnten und wolle hören, was diese von Europa erwarteten.

"Wenn die Europäer ihre Rechte nicht kennen, können sie sie auch nicht wahrnehmen. Derzeit haben 48 Prozent der Europäer das Gefühl, nicht gut über ihre Rechte Bescheid zu wissen. Das Europäische Jahr der Bürgerinnen und Bürger wird dazu beitragen, dieses Defizit zu beheben. Es wird uns eine gute Gelegenheit bieten, erneut aufzuzeigen, was die Europäische Union für jeden einzelnen von uns tun kann."

Dank der Unionsbürgerschaft  haben die Bürger aus den 27 Mitgliedstaaten unter anderem aktives und passives Wahlrecht bei den Wahlen zum Europäischen Parlament und bei Kommunalwahlen im Wohnsitzland zu denselben Bedingungen wie für Angehörige des betreffenden Staates und das Recht auf konsularischen Schutz im Ausland unter denselben Bedingungen wie die Bürger des betreffenden Landes sowie das Recht, Klage beim Europäischen Ombudsmann einzureichen oder das Recht, an einer europäischen Bürgerinitiative teilzunehmen.

Die Unionsbürgerschaft wurde vor 20 Jahren mit dem Vertrag von Maastricht eingeführt.