"Unabhängigkeit Flanderns nicht für morgen"

Nach Ansicht des Vizevorsitzenden der flämischen Nationaldemokraten N-VA, Ben Weyts, ist die Zeit für eine Unabhängigkeit Flanderns noch nicht reif. Separatismus habe in der Bevölkerung keinen wirklichen Rückhalt, so Weyts, und damit wolle er Rechnung tragen.

Ben Weyts, der Vizevorsitzende der N-VA, sagte anlässlich eines Gesprächs mit der belgischen Gratiszeitung Metro, die sowohl in Niederländisch, als auch in Französisch erscheint, dass das Thema flämische Unabhängigkeit derzeit noch nicht reif sei.

Die flämische Eigenständigkeit, sprich der Separatismus, habe keinen ausreichenden Rückhalt bei der Bevölkerung Flanderns, so Weyts, und dies dürfe man nicht aus den Augen verlieren. Der führende N-VA-Politiker und Vizevorsitzende der Ersten Kammer des belgischen Bundesparlaments, sagte aber auch, dass der logische nächste Schritt die Konföderation in Belgien sei. Dies solle auch im Wahlkampf zu den Parlamentswahlen 2014 im Vordergrund stehen.

Konföderalismus, so Weyts, bedeutet eine weitgehende Selbständigkeit Flanderns innerhalb Belgiens. Der Schwerpunkt der Macht liege dann bei Ländern und Regionen und nicht mehr beim Föderalstaat. Weyts hofft, dass das Thema Konföderation bei den flämischen Christdemokraten der CD&V und bei Flanderns Liberalen Open VLD Gehör findet.

Allerdings bleibt die flämische Unabhängigkeit von Belgien weiterhin der wichtigste Punkt im Programm der N-VA. Weyts bestätigte gegenüber Metro, dass seine Partei dafür weiter eifern werden.