Internet, TV und Telefon über die Wasserleitung

Die Flämische Gesellschaft für Wasserversorgung (VMW) wird ihren Namen ändern und heißt in Zukunft „De Watergroep“. Gleichzeitig mit der Namensänderung kündigte sie auch einige Neuerungen an, die derzeit vorbereitet werden. Besonders auffallend ist dabei ein Projekt, bei dem Glasfaserkabel über die Wasserleitung in die Haushalte verlegt werden können.

Ganz neu ist diese Technologie nicht und sie hat den Vorteil, dass sie großflächige Umbauarbeiten im Wesentlichen vermeiden kann. Das Verlegen von modernen Kabeln kann dadurch schneller vonstattengehen, als üblich.

Der Produzent der Glasfaserkabel, der mit „De Watergroep“ kooperiert, gibt an, dass das Verlegen von einem Kilometer Kabel binnen einem oder zwei Tagen geschehen kann, während auf herkömmliche Weise daran gleich mehrere Wochen gearbeitet werden könne. Die flämischen Wasserversorger planen, ihre Leitungen Telekomanbietern zu vermieten oder zu verpachten.

Neben diesem Pilotprojekt hat „De Watergroep“ auch ein weiteres Vorhaben angekündigt. So sollen die fünf regionalen Service- und Kundendienstabteilungen zu einem Zentrum zusammengelegt werden. Dadurch erhofft man sich mehr Effizienz, eine bessere Erreichbarkeit und einen schnelleren Service. Gleichzeitig soll auch die Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden, bzw. mit den flämischen Kommunalverbänden aufgewertet werden.

Auslandsaktivitäten

Die Gruppe ist auch außerhalb des belgischen Bundeslandes Flandern aktiv, allerdings nicht im Rest von Belgien. Die VMW, heute also „De Watergroep“, unterstützt im Auftrag der flämischen Landesregierung Projekte zur Trinkwasserversorgung in Chile, Madagaskar und in Surinam.

In den kommenden Monaten kommt ein weiteres Projekt hinzu, denn man plant Anteile des indischen Unternehmens „Asewater Technologies“ zu übernehmen. Dieses Unternehmen ist aktiv im Bereich Wasserversorgung für die Großindustrie.