Sparwut in Belgien trotz niedriger Zinsen

Werden die Belgier angesichts vermeintlich drohender Krisenzeiten geizig? Angesichts der Tatsache, dass die Sparkonten der Belgier so gefüllt sind wie selten zuvor, kann man davon ausgehen. Angelegt wird das Gesparte jedoch nicht. Es liegt auf herkömmlichen Sparkonten, die zudem kaum Zinsen einbringen.

Alle Banken in Belgien, sowohl die Großbanken, als auch die kleineren Geldinstitute, profitieren derzeit vom hohen Spargeldaufkommen ihrer Kunden.

BNP Paribas, Belgiens Marktführer in diesem Bereich, errechnete einen Anstieg des Gesparten um 3,9 Milliarden € im Laufe des vergangenen Jahres, was der Bank insgesamt ein Sparvolumen von 53,8 Mia. € bietet.

Auch bei den anderen belgischen Großbanken, wie ING, KBC oder Belfius stieg das Volumen auf den Sparkonten der Kunden in den vergangenen beiden Jahren enorm. Zudem standen Ende 2012 insgesamt 8,9 Mia. € auf Sparkonten von Internetbanken in Belgien, gegenüber 7,4 Mia. € im Jahr davor.

Selbst kleinere Mitspieler am belgischen Markt, wie z.B. Rabobank oder Argenta profitierten vom Sparboom in unserem Land. Das ist umso bemerkenswerter, als dass die Banken zur Zeit einen Zinssatz bieten, der noch unter dem Niveau der Inflation liegt.