Wieder mehr Arbeitslose in Flandern

Zum Jahreswechsel zählten die Arbeitsämter im belgischen Bundesland Flandern 210.027 Arbeitslose, was einer Quote von 7,11 % entspricht. Ende November 2012 lag die Quote noch bei 7,01 %. Besorgniserweckend ist die Tatsache, dass viele junge Leute auf der Suche nach Jobs sind, während die Zahl der offenen Stellen sinkt.

Diese Zahlen und Statistiken sprechen eine deutliche Sprache. Die Krise und die strauchelnde Wirtschaft hinterlässt auch hier ihre Spuren. In den vergangenen Monaten nahm das Wachstum Schritt für Schritt ab und im Dezember stagnierte der Bogen nach oben fast völlig.

Vor allem bei Männern stieg die Arbeitslosenquote stark an und zwar um 14,4 %. Das mag daran liegen, dass die Krise deutlich im Industriebereich spürbar ist. Berufsbereiche, in denen in erster Linie Frauen aktiv sind, können dem Druck bisher noch wiederstehen.

Besorgniserregend sind die Zahlen bei den jugendlichen Arbeitslosen. Hier stieg die Quote bei den unter 25jährigen innerhalb eines Jahres um 17,1 %. Besonders stark betroffen ist hier die Gruppe der Altersklassen 20 bis 25 Jahre, also ein wichtiger Bereich der Ausbildungs-, Hochschul- und Studienabgänger.

Sie werden doppelt getroffen, wie Flanderns Landesarbeitsminister Philippe Muyters (N-VA - kleines Foto) feststellt: Zum einen stehen ihnen weniger offene Stellen zur Verfügung und zum anderen nimmt auch die Aktivität über Zeitarbeitsvermittler ab - ein deutliches Zeichen für die Fühlbarkeit der Konjunkturflaute.