Prostituierte finden kein Gehör beim Staatsrat

Die Brüsseler Polizei darf Prostituierten, die auf den Strich gehen und deren Freiern Bußgelder ausstellen. Das hat der Auditor des Staatsrates gesagt. Meherere Prostituierte hatten Klage gegen diese Maßnahme erhoben und jetzt also nicht recht bekommen.

Seit einem Jahr tritt die Polizei verschärft gegen Straßenprostitution in der Innenstadt von Brüssel auf. Mehrere Prostituierte und einige Sozialverbände halten das für Machtmissbrauch und reichten Klage beim Staatsrat ein.

Der Auditor des Staatsrates hält die Klage jedoch für unbegründet und gibt der Stadt recht. Die Empfehlung ist nicht verbindlich, wird aber meistens vom Staatsrat befolgt. Das endgültige Urteil muss noch gefällt werden.

Der Brüsseler Bürgermeister Freddy Thielemans (PS) sagte zuvor, dass seit der Einführung der Geldbußen 30 Prozent weniger Prostitution in dem Viertel verzeichnet wurde.