Binnenschifffahrt in Flandern rückläufig

Die Frachtzahlen auf dem Albertkanal und auf den Kanälen im Kempenland haben im vergangenen Jahr um 7 % abgenommen und langen am Jahresende bei 37,4 Mio. Tonnen. Diese Zahlen gab die nv. De Scheepvaart, die die Wasserstraßen in den Kempen und in der Provinz Limburg verwalten, bekannt.

Die rückläufigen Frachtzahlen auf dem Alertkanal und auf den Wasserläufen in den Kempen in der Provinz Antwerpen sind in erster Linie auf den Untergang der Stahlindustrie im Montanbecken in der Provinz Lüttich zurückzuführen.

ArcelorMittal hat dort die Hochöfen abgeschaltet, was zu weniger Aufträgen für die Binnenschifffahrt zwischen Lüttich und dem Antwerpener Hafen führt, wie Erik Portugaels von der nv. De Scheepvaart gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion erklärte: „Durch die Stilllegung der Hochöfen verlieren wir jährlich ein Transportvolumen bei Erzen und Kohlen von rund 3 Millionen Tonnen. Das war bereits 2011 spürbar und setzte sich auch 2012 weiter fort.“

Dieser Rückgang der Frachtzahlen bei der Binnenschifffahrt auf den Wasserwegen war in allen drei flämischen Seehäfen zu spüren. Die Anzahl der Be- und Entladevorgänge bzw. der Umladungen von Hochseeschiffen auf Binnenschiffe blieb außer im Bereich Kohle und Stahl bei einem Status Quo. Nur im Bereich des Containerverkehrs konnten leicht steigende Werte registriert werden. Hier nahm die Zahl der behandelten Container gegenüber 2011 im vergangenen Jahr um 2,8 % auf fast 412.000 Standartcontainer (TEU) zu.