Trajekt-Kontrolle überführt zumeist Ausländer

Drei von vier Autofahrern, die am permanent über Kameras und Sensoren kontrollierten Autobahnabschnitt auf der E 17 in Gentbrügge geblitzt wurden, sind Ausländer. Dies ist das Resultat einer ersten viermonatigen permanenten Tempoüberwachung an dieser Stelle.

Bei den so genannten Trajekt-Kontrollen an der E 17 in Gentbrügge wird die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Fahrzeugs über einen bestimmten Abstand gemessen, also nicht nur an einem bestimmten Punkt mit einem Starenkasten. Seit Juni 2012 funktioniert diese Art der Tempoüberwachung an dieser Stelle auf der E 17 von Antwerpen in Richtung Gent.

In den ersten vier Monaten dieser Trajekt-Kontrolle zwischen Juni und Oktober 2012 fuhren rund 40.000 Fahrzeuge dort schneller, als die zugelassenen 90 km/h, knapp 1 % der Gesamtzahl an gemessenen Autos. Besonders auffällig ist dabei, dass etwa 30.000 dieser negativ aufgefallenen Autos ein ausländisches Kennzeichen aufwies, in erster Linie eine niederländische Autonummer.

Bei Punktmessungen ist im Allgemeinen das Gegenteil der Fall, denn hier werden in erster Linie, in rund 70 % der Fälle, in Belgien zugelassene Fahrzeuge geblitzt, wie die belgische Verkehrspolizei meldet.

Doch dieser Unterschied hat wohl eine Erklärung: Durch die Kommunikation zu diesem Thema müsste eigentlich jeder Belgier wissen, dass auf der E 17 auf Höhe von Gentbrügge in der Richtung von Antwerpen nach Gent ständige Tempomessungen durchgeführt werden. Im benachbarten Ausland ist dies dann doch eher nicht bekannt…