Anwalt über De Gelder: "Er simuliert nicht, ist verwirrt"

Kim De Gelder, der in der Kita Fabeltjesland im Januar 2009 ein Blutbad angerichtet hatte und zuvor einen Mord an einer Frau aus Vrasene verübt hatte, "simuliert nicht und ist echt verwirrt". Das sagt sein Anwalt Jaak Haentjens nach Ablbauf der vorbereitenden Sitzung des Genter Schwurgerichts. "Heute haben wir Kim De Gelder gesehen wie er wirklich ist."

Der Prozess beginnt am 19. Februar. An diesem Tag wird die Jury zusammengestellt. Der eigentliche Prozess beginnt dann am 22. Februar.

Am heutigen Freitag findet in Gent bereits eine vorbereitende Sitzung statt. Auf dieser werden praktische Vereinbarungen getroffen und die Prozesstermine festgelegt. De Gelder wäre nicht verpflichtet gewesen, an der vorbereitenden Sitzung teil zu nehmen, aber wollte doch vor dem Schwurgericht erscheinen.

"Die Vereinbarung war, dass mein Mandant bei allen Sitzungen anwesend sein würde", so der Anwalt Jaak Haentjens. "Allein bei gesundheitlichten Problemen wäre er nicht kommen. Er war bis gestern Abend in einer Sicherheitsverwahrung, aber nicht in Einzelhaft. Es handelte sich nicht um eine Disziplinarmaßnahme, sondern um eine Entscheidung der Gefängnisdirektion. Mein Mandant war diese Woche sehr depressiv und möglicherweise psychotisch. Ich vermute, dass sie ihn in Sicherheitsverwahrung nahmen, weil sie befürchteten, dass er sich etwas antun könnte."

De Gelder machte einen verwirrten Eindruck im Gerichtssaal. Auf die Frage des Vorsitzenden, ob er zum Zeitpunkt der Taten einen Beruf ausgeübt habe, sagte er: "Das weiß ich nicht wirklich. Darauf habe ich keine Antwort." Er hat den Vorsitzenden auch mit "Hochwürden" angesprochen und dann in Herr Richter "verbessert".

Laut Haentjens täusche er keine Symptome vor wie das die Gerichtspsychiater festgestellt haben. "Was er hier erzählt, ist so wie Kim De Gelder tatsächlich ist. Der rote Faden ist, dass er sich mental immer mehr rückwärts bewegt."