Gewerkschafts- und Direktionstreffen der Zulieferer

Die Gewerkschaften und die Direktion der Zulieferer von Ford in Genk beraten sich über die Bedingungen, unter denen ihre Mitarbeiter ihre Arbeit wieder aufnehmen wollen. Sie fordern die Annullierung des Abkommens, das am Montag über ein Referendum angenommen wurde. Aufgrund der Blockade der Arbeiter von Zulieferbetrieben ist auch das Fließband vom Ford Werk selbst lahm gelegt.

Am Freitagmorgen um 8 Uhr haben sich die Gewerkschaften und die Direktionen der Zulieferer von Ford Genk sowie Bürgermeister Wim Dries (CD&V) getroffen. Die Gewerkschaften erklären, unter welchen Bedingungen ihre Leute wieder arbeiten wollen.

In den vergangenen Tagen haben die Arbeiter die Zufahrten zu ihren Firmen blockiert. Dadurch konnten keine Autoteile hergestellt werden. Auch das Fließband von Ford musste deshalb abgestellt werden. Bei Ford wird am heutigen Freitag jedoch sowieso nicht gearbeitet. Das war zuvor bereits vereinbart worden.

Inzwischen haben die Ford-Mitarbeiter von der europäischen Direktion einen Brief erhalten, in dem steht unter anderem, dass Ford 2013 noch über 120.000 Autos in Genk bauen wolle. Außerdem will der Autobauer schon nächste Woche mit den Sozialverhandlungen beginnen. In drei Monaten sollen die Verhandlungen bereits abgeschlossen sein.

Gleiche Bedingungen für alle

Als die Forderungen am Freitagmorgen auf den Tisch kamen, sollen Direktionen und der Bürgermeister von Genk, Wim Dries (CD&V), gestaunt haben. Sie sitzen nun ohne die Gewerkschaften zusammen. Es ist wohl eher unnwahrscheinlich, dass auf die Forderungen der Gewerkschaften eingegangen wird.

Die Hauptforderung ist die Annullierung des Abkommens, das am Montag über ein Referendum angenommen wurde. Sie wollen einen neuen Vorschlag, für den es sowohl bei den Ford-Mitarbeitern als auch bei den Mitarbeitern der Zulieferer eine Mehrheit geben soll.

Außerdem fordern die Gewerkschaften der Zulieferer, dass  die Sozialverhandlungen so schnell wie möglich aufgenommen werden. Die Gewerkschaften der Zulieferer wollen dabei gleichwertig anwesend sein und die Mitarbeiter der Zulieferfirmen sollen die gleichen Konditionen erhalten wie ihre Kollegen bei Ford. Prämien oder andere Vergütungen wollen sie in festen Beträgen beziffert sehen, nicht in Prozentzahlen.