Brüssel: Sterbehilfe für Zwillingsbrüder

Ein Zwillingsbruderpaar, das bereits taub zur Welt gekommen war, drohte durch eine Erbkrankheit auch noch das Augenlicht zu verlieren. Die Zwillinge stellten Antrag auf Sterbehilfe, was ihnen gewährt wurde. Sie stiegen am 20. Dezember letztes Jahr aus dem Leben.
Die Brüsseler Uniklinik UZB

Die 45 Jahre alten Brüder aus Putte in der Provinz Antwerpen konnten die Ethikkommission der Brüsseler Universitätsklinik UZB davon überzeugen, dass sie unter ihrer Taubheit und der jetzt drohenden Erblindung unendlich zu leiden hatten.

Die wohl absolut unzertrennlichen Brüder hatten zu verstehen gegeben, dass sie gehörlos und blind nicht mehr mit einander kommunizieren können, was sie nicht ertragen könnten. Die Sterbehilfe erfolgte am 20. Dezember 2012 und die Zwillinge wurden anschließend in einem gemeinsamen Grab beerdigt.

Vorher lehnte es eine andere Klinik ab, ihnen Sterbehilfe zu leisten. Diese Einrichtung war der Ansicht, dass die gesetzlichen Auflage für eine aktive Sterbehilfe im Falle der Zwillinge nicht gegeben sei.