Fyra-Chaos sorgt weiter für Probleme

Nach Angaben der belgischen Bahngesellschaft NMBS/SNCB können die Probleme mit den neuen Fyra-Schnellzügen zwischen Brüssel und Amsterdam noch Wochen und sogar Monate dauern. Am Freitag sind sechs der insgesamt 20 Verbindungen ausgefallen.
Fahrgastverbände wollen die Benelux-Züge (l.) anstelle der Fyras (r.) wieder einsetzen

Die erst seit einigen Wochen in Betrieb befindlichen Hochgeschwindigkeitszüge des Typs Fyra zwischen Brüssel und Amsterdam sorgen seit ihren ersten Fahrten für Probleme. Nicht selten fallen sie ganz aus. Am Freitag sind sechs der insgesamt 20 im Fahrplan eingesetzten Züge ausgefallen. Noch vor wenigen Tagen, genau einen Monat nach dem Beginn der neuen Verbindung, gaben die Verantwortlichen der Bahn an, die Lage verbessere sich stetig.

Offenbar ist eine zeitnahe Lösung der Probleme nicht in Sicht. Bahnsprecher Bart Crols gab an, dass die Probleme „in den kommenden Wochen oder Monaten gelöst werden.“ Die beiden beteiligten Bahngesellschaften (NMBS/SNCB in Belgien und NS-Highspeed in den Niederlanden) warten auf die Lieferung von weiteren Zügen, um ausgefallene Fyras gegebenenfalls ersetzen zu können. Diese Züge werden von italienischen Schienenfahrzeug-Hersteller Ansaldo Breda geliefert.

Schon die Lieferung brachte Schwierigkeiten, denn die Schnellzüge wurden mit jahrelangen Verspätungen ausgeliefert. Zudem, so Crols, müssen auch noch einige technische Probleme im Bereich Software gelöst werden.

Inzwischen fordern Fahrgastverbände in Belgien und in den Niederlanden, dass die Bahn auf der Verbindung von Brüssel nach Amsterdam wieder die günstigeren so genannten Benelux-Züge einsetzen, zumindest, bis die Kinderkrankheiten der Fyra-Züge beseitigt sind. Doch davon will die belgische Bahn nichts wissen. Reisende haben aber noch eine Alternative und zwar die auf der gleichen Verbindung eingesetzten Thalys-Züge, die allerdings ebenfalls teurer, als die herkömmlichen InterCitys sind.