Gefängnisstreiks am 7. Februar

Die Gewerkschaften planen für den 7. Februar in allen Haftanstalten einen 24-stündigen Streik. Der 7. Februar ist belgienweiter Demonstrationstag für belgische Beamte. Die jüngsten Äußerungen des Staatssekretärs für den öffentlichen Dienst, Hendrik Bogaert, hat die Gewerkschaften verärgert.

Hendrik Bogaert hatte letzte Woche in der Zeitung De Tijd erklärt, dass das Gefängnispersonal eine 36,5 Stundenwoche hätte, dass das Reglement jedoch 38 Stunden vorsehe.

"Die Gefängniswärter arbeiten nicht 36,5 Stunden, sondern 36. Außerdem bezahlt die Belegschaft für dieses spezielle Arrangement", erklären die unter dem Dach der ACOD vereinten sozialistischen Gewerkschaften für den öffentlichen Dienst in einem Bericht.

Luc Neirynck von der christlichen Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes ACV rechnet damit, dass das Personal nach den Äußerungen von Bogaert besonders motiviert sei, um an der Demo und dem Streik teilzunehmen. "Die 36-Stundenwoche war einst als Antwort auf die Überbelegung in den Gefängnissen eingeführt worden", so der Gewerkschafter noch. Und diese Überbelegung gebe es immer noch.

Die allgemeine Direktion der Strafanstalten sei am Montagmorgen noch nicht über den Streikaufruf informiert gewesen, so ihr Sprecher Laurent Sempot. "Wir werden eine Entscheidung treffen, ob wir die Hilfe der Polizei beanspruchen, sobald wir die Streikankündigung erhalten haben. Wir werden zwei oder drei Tage vor dem Streik Maßnahmen nehmen."

Der Streik wird am Mittwoch, 6. Februar, um 22 Uhr beginnen.