Belgien hilft Frankreich beim Mali-Einsatz

Belgien wird die Franzosen bei ihrem Einsatz gegen die islamistischen Rebellen in Mali unterstützen. Unser Land stellt Frankreich zwei Transportflugzeuge, zwei Hubschrauber und medizinisches Material zur Verfügung.
BELGA/GAUDIN
Belgische C130-Maschinen (Archivfoto)

Die Zustimmung zur Unterstützung Frankreichs in Mali durch unser Land war nur eine Formsache. Das Kernkabinett der belgischen Bundesregierung, Premier Di Rupo und die Vizepremierminister, besprach diesen Vorgang am Dienstag und gab anschließend grünes Licht. Einzelheiten wurden noch in einer gemeinsamen Sitzung der Parlamentsauschüsse für Verteidigung und Außenbeziehungen verabredet.

Die beiden C130 Transportflugzeuge sind bereits startklar. Eine der beiden Maschinen wartete auf grünes Licht am Brüsseler Militärflughafen von Melsbroeck und eine weitere Maschine wird durch die belgischen Soldaten in der Demokratischen Republik Kongo beladen und bedient. Belgien hat im Kongo Soldaten und Material im Rahmen einer UN-Mission stationiert.

Nach Ansicht von Belgiens Verteidigungsminister Pieter De Cram (CD&V) ist eine Unterstützung Frankreichs in Mali sehr nützlich: „Im Großraum Mali steht eine ganze Region unter Druck. Man darf aber nicht vergessen, dass eine solche Stabilisierungsoperation auch Risiken birgt, denn man kommt in ein Gebiet, dass alles andere als sicher ist. Das ist aber auch der Grund, warum man dorthin geht. Ziel der Operation ist, dass die brüchige Machtstruktur in Mali wieder stark genug wird, um selbst die Geschicke zu leiten.“

Insgesamt sollen 75 Soldaten aus Belgien an diesem Einsatz beteiligt sein. An Kämpfen werden sich die Belgier nicht beteiligen. Die beiden Agusta-Hubschrauber werden zu einem späteren Zeitpunkt nach Mali gebracht werden.

AP2011