Prämien für Anwohner von Windparks

Einige Familien, die im Umkreis von 250 Metern um einige Windräder herum in der Ortschaft Rekkem in Westflandern wohnen, erhalten von Stromproduzent Electrabel hohe Prämien, beziehungsweise Entschädigungszahlungen. Dazu müssen bestimmte Verträge abgeschlossen werden.
Windräder unweit von Wohngebieten (Archivfoto)

Electrabel bittet bei den Betroffenen um eine Grunddienstbarkeit, durch die diese bestimmte Bebauungen auf ihren eigenen Grundstück nicht mehr vornehmen können.

Im vorliegenden Fall dürfen die Nachbarn von Windrädern, wenn sie denn auf die Grunddienstbarkeit vertraglich eingehen, zum Beispiel keine hochwachsenden Bäume mehr pflanzen und es dürfen keine Bauten errichtet werden, die höher als 20 Meter sind.

Über die Beträge, die Electrabel den Betroffenen bieten will, schweigen sich beide Seiten vorerst noch aus. In Rekkem werden derzeit die ersten diesbezüglichen Verträge zur Grunddienstbarkeit abgeschlossen. Doch nach Angaben von Electrabel wird es auch in anderen Gemeinden in Belgien zu solchen Vorgängen kommen.

Flandern setzt auf Windkraft

Alleine im belgischen Bundesland Flandern sind im vergangenen Jahr 37 neue Windräder aufgestellt und in Betrieb genommen worden. Diese Anlagen liefern etwa 78 Megawatt Strom.

Nach Ansicht des Flämischen Windkraft-Verbandes VWEA braucht Flandern mehr Windenergie, wenn die Ziele in Sachen erneuerbare Energie bis 2020 erfüllt werden sollen.

Flandern will bis dahin mindestens 1.500 Megawatt Elektrizität aus Windkraft erzielen. Das bedeutet, dass jährlich 130 Megawatt hinzukommen müssen, so die VWEA. Auch auf hoher See in der Nordsee kommen kontinuierlich neue Windkraftanlagen hinzu.