Die Kältewelle in Belgien ist amtlich

Das Königliche Meteorologische Institut (KMI) in Ukkel bei Brüssel hat Kältealarm ausgerufen. Das bedeutet, dass die Kältewelle in Belgien amtlich ist. Temperaturen von bis zu -10° in Flandern sprechen für sich. Wenn frostige Temperaturen für Probleme sorgen, treten bestimmte Maßnahmen in Kraft.

In der vergangenen Nacht sanken die Temperaturen landesweit wieder weit unter den Gefrierpunkt. In den Gemeinden Middelkerke an der Nordseeküste und Semmerzake in Ostflandern wurde -10° gemessen und am Nato-Stützpunkt Kleine Brogel in Limburg sowie am Wetteramt in Ukkel bei Brüssel jeweils -6°.

Das königliche Wetteramt KMI spricht von Kältewelle in Belgien, wenn es in fünf aufeinanderfolgenden Nächten und an drei Tagen tagsüber gefroren hat, was derzeit der Fall ist. Das KMI rät deshalb zu Aufmerksamkeit vor allem gegenüber den Schwächsten in der Gesellschaft: Obdachlose, alte Menschen, kranke Menschen. Man sollte auf warme Kleidung achten, so ein Sprecher des Wetteramtes, und man sollte stets mehrere Lagen Kleidung tragen.

Haustiere sollten von draußen weggeholt werden, womit bei weitem nicht nur Hunde und Katzen gemeint sind, sondern auch z.B. Pferde und Rinder auf den Weiden. Nicht zuletzt sollte man auch die Wasserleitungen in den Haushalten im Auge behalten, damit es nicht zu Rohrbrüchen kommen kann, wenn das Eis wieder taut.

Die Kältewelle soll noch bis mindestens übermorgen andauern, so die Wetterfrösche vom KMI in Ukkel.

DANIEL BONROY

Von Eisschwimmern und Briefträgern

Eigentlich war für den kommenden Sonntag im Freizeitpark Blaarmeersen in Gent das so genannte „Bibbertauchen“ angesetzt, doch die Veranstalter haben diese Veranstaltung wegen zu frostiger Temperaturen vorsorglich abgesagt.

Die Wassertemperatur muss für das „Bibbertauchen“ mindestens +4° haben, doch schon jetzt steht das Wasser in Blaarmeersen kurz vor dem Gefrieren. Zu kaltes Wasser kann selbst bei erfahrenen Eisschwimmern zu Unterkühlung und zu Herzversagen führen, so die Begründung für die Absage der Veranstaltung.

Die belgische Post, Bpost, hat ebenfalls den Winterplan in Kraft treten lassen. Das bedeutet, dass die Briefträger auf Grund der frostigen Temperaturen ihre Runden nicht mehr mit dem Fahrrad oder mit dem Moped machen dürfen, sondern mit dem Auto. Dabei wird ein Postangestellter den Wagen steuern und der Briefträger bringt die Post zu den Häusern, bzw. zu den Briefkästen.