Mathilde wird 40: die perfekte Prinzessin

Vor genau vierzig Jahren kam Mathilde d'Udekem d'Acoz auf die Welt, Tochter einer französischsprachigen kinderreichen Adelsfamilie. Die ausgebildete Logopädin bestach bei ihrer Verlobung mit dem belgischen Kronprinzen vor dreizehn Jahren durch ihre frische Erscheinung und Natürlichkeit. Heute ist die Prinzessin Mutter von vier Kindern und wird vermutlich die nächste Königin von Belgien.

Nach der ersten Begegnung mit Mathilde d'Udekem d'Acoz vor dreizehn Jahren weiß man noch stets nicht viel mehr über die Prinzessin, die Prinz Filip heiratete ...

Nur so viel steht fest: Sie hat sich noch keinen einzigen "faux pas" am Hof geleistet. Sie scheint perfekt.

Sie ist intelligent. Nach ihrer Ausbildung zur Logopädin erwarb Mathilde einen Universitätsabschluss in Psychologie, während sie mit ihrer ersten Tochter schwanger war.

Sie ist sehr gesprächig und umgänglich, eine moderne Erscheinung, stets tadellos gekleidet und ihre offiziellen Termine kennt sie aus dem Effeff. Gleichzeitig bleibt sie ein wenig distanziert und unerreichbar. Ein breites Lächeln, das vielleicht eine Spur zu lange auf den Lippen bleibt.

Im goldenen Käfig

In die Königsfamilie einheiraten hat seine Vor- und Nachteile.

Materielle Sorgen sind passé, die besten Schulen und Ausbildungen selbstverständlich. Als Mitglied der belgischen Königsfamilie öffnen sich die höchsten Kreise und die interessantesten Menschen kommen zu Besuch.

Die Kehrseite? Die persönlichen Freiräume schrumpfen, den Terminkalender bestimmen andere, jede Aussage wird unter das Vergrößerungsglas gehalten und kommentiert.

Für Prinz Filip, der dies von Kindesbeinen an gewohnt ist, hat sich seit der Heirat mit Mathilde in dieser Hinsicht nicht viel verändert, aber für Mathilde?

Berufung

Die junge Frau aus der Provinz Luxemburg hat für ihre Liebe zu Prinz Filip viel aufgegeben. Angesichts der steifen Haltung von Prinz Filip, u. a. bei der Hochzeit, konnten Beobachter des Königshauses nicht umhin, die Echtheit dieser Liebe anzuzweifeln. Spekulationen hat es seitdem immer wieder gegeben.

Vielleicht hat bei Mathilde auch eine Berufung mitgespielt, die viele Adlige antreibt, sich für das Land und das Königshaus zu einzusetzen.

Als Prinzessin engagiert sich Mathilde auch mit Begeisterung bei UNICEF, UNAIDS, bei ihrer Stiftung, bei Alphabetisierungsprojekte, für Kinder usw. Und alles, was der Einheit Belgiens förderlich sein kann, wird von Mathilde ebenfalls mit großem Eifer wahrgenommen.

Sobald sie Königin wird, sinkt auch die Chance, mehr über die Prinzessin zu vernehmen. Das Protokoll wird ihre Bewegungsfreiheit noch weiter einschränken.

Oder wie Schwester Jeanne Devos, jahrelang in der Dritten Welt im Einsatz und persönlich mit der Prinzessin bekannt, sagt: "Wenn sie sich selbst sein kann, ist sie noch herzlicher. Wenn das Protokoll ihr mehr Freitheit gewährt, bekommt sie auch mehr Wärme von anderen. Denn Menschen wie Mathilde, die sich so sehr um andere Menschen kümmern, brauchen diese Wärme."