Ford: Direktion holt 68 fertige Autos vom Parkplatz

Die Direktion von Ford Genk hat am späten Montagmorgen 68 Autos vom Parkplatz abgeholt, um sie an Kunden auszuliefern. Möglicherweise können im Laufe des Tages noch zwei oder drei Lkw mit Zubehör die Fabrik verlassen, so die Gewerkschaften.

Fast gleichzeitig mit dem Auftauchen des Gerichtsvollziehers und der Polizei am Streikposten der Zulieferbetriebe, wurden bei Ford Genk 68 Autos vom Parkplatz geholt, um sie an Kunden auszuliefern. Den Vereinbarungen zufolge, die im Referendum angenommen wurden, dürfen so viele Autos das Gelände verlassen wie 2013 produziert wurden.

Am ersten Tag der Wiederaufnahme der Arbeit wurden rund 75 Autos hergestellt. Zu diesem Zeitpunkt hatte Ford Genk noch genug Einzelteile der Zulieferer auf Lager, um die Autos fertig zu stellen.

Inzwischen stehen auch noch einige Lkw bereit, um Teile abzutransportieren und sie in andere Ford-Niederlassungen zu fahren.

Die Direktionen der vier großen Zulieferfirmen von Ford Genk rufen derzeit die arbeitswilligen Mitarbeiter an, so dass die Produktion um 14 Uhr wieder aufgenommen werden kann. 

Sie sollen zunächst das direkt mit Ford verbundene Fließband mit Teilen versorgen. Gelingt das noch am Montag, können auch die Arbeitnehmer bei Ford Genk selbst die Arbeit wieder aufnehmen.

Sozialvermittler für Ford Genk

Arbeitsministerin Monica De Coninck (SP.A) hat einen Sozialvermittler für Ford Genk eingesetzt. Der Vermittler soll den sozialen Dialog zwischen den Sozialpartnern von Ford und den Zulieferbetrieben wieder herstellen und die Gespräche über einen Sozialplan strukturieren und in ein ruhiges Klima führen.

Das hat das Arbeitsministerium am Montag mitgeteilt.