Ford Genk: Polizei muss eingreifen

Am Montagmorgen gegen 9 Uhr musste die Polizei gegen die Streikposten der Arbeiter von Zulieferbetrieben von Ford Genk vorgehen. Die Polizei soll dafür sorgen, dass die Zufahrtsstraßen der vier Zulieferbetriebe geräumt werden. Die Polizei folgt damit dem Urteil des Richters, der gegen jeden, der einer Wiederaufnahme der Arbeit im Wege steht, ein Bußgeld verhängt.

Rund 200 Arbeiter trotzen der Polizei. Ein Sprecher des Aktionskomitees hat seine Leute dazu aufgerufen, auf jegliche Gewalt zu verzichten.

Ein Gerichtsvollzieher ist ebenfalls vor Ort gewesen. Er hat einen Verstoß festgestellt und den Anwesenden die Verfügung des Richters vorgelesen. Eine Gewerkschaftsvertreterin hatte eine Kopie von der Verfügung verlangt, sie aber zunächst nicht erhalten. Die Frau erhielt kurz danach eine Kopie zusammen mit einem Bußgeldbescheid in Höhe von 1.000 Euro.

Der Streikposten ist offenbar noch da, aber man könne mit einem Auto oder zu Fuß durch, heißt es vor Ort.

Die Fabrik von Ford selbst ist schon eine ganze Weile gezwungenermaßen lahhm gelegt, weil wegen der Proteste bei den Zulieferern keine Autoteile mehr in das Fordwerk geliefert werden.