2012 gelang 47 Häftlingen der Ausbruch

Im vergangenen Jahr konnten in Belgien insgesamt 47 Häftlinge aus einem Gefängnis ausbrechen, wie Laurent Sempot, der Generaldirektor des belgischen Haftwesens berichtet. Allerdings ging diese Zahl im Vergleich zum Vorjahr zurück. Das, so Sempot, liege an Investitionen, die die Gefängnisse ausbruchssicherer gestalten sollen.

Im Jahr 2011 gelang 65 Häftlingen die Flucht aus einem Gefängnis in Belgien. Im vergangenen Jahr sank diese Zahl auf 47 Ausbrecher. Für Laurent Sempot, dem Generaldirektor des belgischen Haftwesens ist dies auf Investitionen zurückzuführen, durch die die hiesigen Haftanstalten ausbruchssicherer werden sollen:

„So wurden in den vergangenen Jahren Netze über die Innenhöfe gespannt und Bäume gepflanzt, die organisierte Ausbruchsversuche mit Hubschraubern vermeiden sollen. Aber, es bleibt wichtig, Wachsam zu sein, denn wir streben das Ziel an, bald null Ausbrüche zu haben.“

Sempot stellt aber auch fest, dass es im vergangenen Jahr auch zu Ausbrüchen gekommen ist, die eigentlich vermeidbar waren. Zum Beispiel entkam ein Häftling aus dem Brüsseler Gefängnis Sint-Gillies, der die Kleidung eines Besuchers anzog, um zu entkommen. In Löwen schaffte es ein Häftling, schlicht und einfach aus dem Eingangstor des Hilfsgefängnisses zu spazieren und so fliehen zu können: „Es kann nur besser werden. Das Bild, dass Belgiens Gefängnisse ein Sieb sein sollen, stimmt so nicht.“

47 Ausbrüche

Im vergangenen Jahr entkamen 14 Häftlinge aus geschlossenen Einrichtungen und 33 aus offenen Vollzugsanstalten. Diese Zahlen scheinen für ein kleines Land, wie Belgien, recht hoch zu sein. Doch Laurent Sempot schätzt die Zahl der Inhaftierten im Land auf jährlich 11.000 bis 11.500 Personen.