Ford produziert vorerst nur mit halber Kraft

Am Mittwochmorgen wurde sowohl im Ford-Montagewerk in Genk, als auch in drei von vier direkt dort angesiedelten Zulieferbetrieben gearbeitet. Die Frühschichten begannen jeweils mit kurzen Briefings und danach liefen die Bänder wieder an. Nur bei Syncreon ruht die Arbeit noch, da weiter Unsicherheiten zu getroffenen Abmachungen herrschen.
Ford Genk (Archivfoto)

Am Morgen, als die Frühschichten um 6 Uhr an die Arbeit gingen, wurden die Belegschaften bei Ford, SML, Lear und IAC von den Gewerkschaften vom Verlauf der Verhandlungen zum Sozialplan bezüglich der zu erwartenden Schließungen unterrichtet. Danach liefen dort die Bänder jeweils wieder an.

Bei den Briefings ging es um ein Abkommen zu den 10 nicht anerkannten Streiktagen. Diese wurden bei Ford und SML in zwei Urlaubstage und acht Tage technische Arbeitslosigkeit umgewandelt. Unklarheit herrscht bei allen Unternehmen in Genk zur Frage der Arbeitsplatzsicherheit bis zur definitiven Schließung von Ford Ende 2014. Hier warten die Beschäftigten der Zulieferunternehmen noch auf Sicherheiten.

Am Mittwochmorgen wurde lediglich bei Syncreon noch nicht wieder gearbeitet, denn die Beschäftigten sind sich nicht sicher, ob die bei den anderen betroffenen Unternehmen getroffenen Abkommen auch für sie gelten.

Bei Ford ging man zunächst davon aus, dass am Standort Genk den ganzen Mittwoch durch produziert würde. Doch einiges hing davon ab, in wie weit Bauteile, die von Syncreon geliefert werden, vorrätig waren oder die Fließbänder zeitnah erreichen konnten.

Doch rasch wurde deutlich, dass die Probleme bei Syncreon für Verzögerungen sorgen würden. Dadurch kann bei Ford nur mit halber Kraft gearbeitet werden. Das wird solange andauern, wie bei Synercon die internen Sozialverhandlungen laufen, hieß es dazu bei Ford in Genk.