Weniger Familien-Zusammenführungen

Die Zahl der Familien-Zusammenführungen bei Einwanderern in Belgien sinkt weiter. Nach Angaben von Maggie De Block (Open VLD - Foto), Belgiens Staatssekretärin für Einwanderung und Asyl, ging die Zahl in den vergangenen zwei Jahren um 25 % zurück.
Maggie De Block

2010 hatten die belgischen Einwandererbehörden noch 41.336 Anträgen auf Familien-Zusammenführung zugestimmt, im Jahr danach wurde nur noch Zustimmung bei 36.828 Anträgen gegeben. Im vergangenen Jahr ging die Zahl der Familien-Zusammenführungen auf 30.096 positive Bescheide weiter zurück.

Diese deutliche Negativtendenz ist offenbar eine Folge einer strengeren Gesetzgebung in Belgien. Wer heute nicht eindeutig belegen kann, dass er fähig ist, seine aus seinem Heimatland zugezogene Familie auch zu unterhalten, sprich wer heute nicht beweisen kann, dass er eine Familie finanziell absichern kann, dem wird die Familien-Zusammenführung von behördlicher Seite her verwehrt. Dies ist der Grund für etwa die Hälfte der Ablehnungen.

Insgesamt wird etwa die Hälfte der Anträge auf Familien-Zusammenführung abgelehnt, eine Entwicklung, die die meisten Parteien im belgischen Bundesparlament begrüßen, zeige sie doch, dass man das Thema Einwanderung mit einer entsprechenden Gesetzgebung erfolgreich bearbeiten könne, wie unter anderem bei den flämischen Christdemokraten der CD&V und bei Flanderns Nationaldemokraten N-VA verlautete.