Muss Belfius Arco und die ACW entschädigen?

Arco, die Finanzfiliale der Christlichen Arbeiterbewegung (ACW), verlangt von Belfius einen Schadensersatz in Millionenhöhe. Bei Arco ist man der Ansicht, dass man durch die Kapitalerhöhung der heute staatlichen Bank Belfius bei der Dexia-Restbank, Geld verloren hat.

Arco selbst will keine Angaben zur geforderten Summe machen, doch die flämische Tageszeitung De Morgen geht davon aus, dass die Finanzfiliale der Christlichen Arbeiterbewegung mehrere Millionen € an Verlusten durch Wertverminderung der Aktien verkraften muss. Und bei Arco kann man jeden Eurocent gebrauchen, denn durch die Finanz- und Wirtschaftskrise tut sich dort ein Loch von mindestens 1 Milliarde € auf.

Eigentlich befindet sich Arco nach dem Dexia-Desaster in der Abwicklung und braucht deshalb viel Geld, um das Finanzloch abzudichten, schreibt die flämische Tageszeitung De Standaard dazu. Belfius, der heute staatliche Nachfolger von Dexia, gewährte Arcofin, einem Finanzvehikel von Arco und der ACW, Garantien für einen Kredit. Diese Garantien erfolgten über 50 Millionen Dexia-Aktien. Und zu allem Überfluss gewährte man Belfius ein Mitsprachrecht über das weitere Verfahren mit diesem Aktienpaket.

In diesem Zusammenhang verpflichtete Belfius Arco einer Kamptalerhöhung bei Dexia zuzustimmen, doch in diesem Zusammenhang verloren die Aktien zusehends an Wert, mindestens 10 Mio. €. Jetzt fordert Arco eine Entschädigung und hat Anwälte damit beauftragt, entsprechende Schritte zu unternehmen. Die Frage lautet jetzt: Kommt es zu einer außergerichtlichen Einigung oder zu langwierigen Gerichtsverfahren?