20 Wirte klagen gegen das Rauchverbot

Zwanzig Betreiber von Cafés und Kneipen aus den Provinzen Antwerpen und Flämisch-Brabant haben sich zusammengetan, um gemeinsam gegen das Rauchverbot in Gaststätten zu klagen. Sie wollen die entstehenden Gerichts- und Anwaltskosten gemeinsam tragen. Immer mehr Wirte in Belgien ignorieren das Rauchverbot.

Im Juli 2011 wurde in Belgien das allgemeine Rauchverbot in Cafés, Restaurants und anderen Lokalen im Gaststättengewerbe eingeführt. Doch immer mehr Kneipen und Wirte halten sich nicht mehr daran und lassen zu, dass die Kundschaft raucht - trotz strenger Kontrollen, Verfahren und Bußgeldern, die bis zu 2.500 € kosten können.

Nach Angaben des belgischen Gesundheitsamtes verstoßen rund 20 % der hiesigen Gaststätten gegen das Rauchverbot. Seit Einführung des Gesetzes zum Rauchverbot haben die Tabakkontrolleure des belgischen Gesundheitsministeriums streng kontrolliert. Alleine im vergangenen Jahr führten sie mehr als 6.500 Kontrollen durch.

Doch offenbar haben die Kneipiers guten Grund dafür, rauchende Kunden unbehelligt zu lassen. Andernfalls bleiben diese aus der Kneipe weg und suchen Lokale auf, wo ihnen augenzwinkernd oder auch ganz offen das Rauchen erlaubt wird.

Das VRT-Reportagemagazin „Koppen“ ging der Sache mit versteckter Kamera nach und musste ebenfalls feststellen, dass viele Wirte das Rauchverbot schlichtweg ignorieren. Manche weigern sich sogar standhaft, die ihnen auferlegten Bußgelder zu zahlen. Eine Wirtin gab den VRT-Reportern zu verstehen, dass sie noch Bußgelder in Höhe von 7.500 € offen stehen habe: „Ich werde die nicht bezahlen. Ich rauche selber und habe nicht vor, damit aufzuhören. Und wenn ich nicht mit dem Rauchen aufhöre, dann müssen meine Kunden das auch nicht tun.“