Rettung für das Kongoboot in Sicht

Nach einer Meldung der Vereinigung „Waterfgoed Vlaanderen“ in Antwerpen haben sich zwei belgische Unternehmer gefunden, die sich an der Rettung des letzten überlebenden Kongobootes beteiligen wollen. Damit wäre die „Charlesville“, die heute als „Georg Büchner“ im Hafen von Rostock liegt, vor der Verschrottung gerettet.
Die "Georg Büchner" im Hafen von Rostock

In den vergangenen Tagen haben sich unabhängig voneinander zwei belgische Geschäftsleute gemeldet, die laut der flämischen Tageszeitung De Morgen ernsthaft ansehnliche Beträge in das ehemalige Kongoboot investieren wollen. Die Geschäftsleute, die vorerst ungenannt bleiben wollen, hätten sich bereit erklärt, zusammenzuarbeiten, so Eric Van Hooydonck, der Vorsitzende der flämischen Gesellschaft zur Rettung von maritimem Kulturgut, „Waterfgoed Vlaanderen“.

Er und seine Initiative hatten von den deutschen Denkmalschutzbehörden in Rostock eine Woche Zeit bekommen, um einen Plan zu entwickeln, wie die ehemalige „Charlesville“ dem Schrottplatz entgehen könnte.

Nun sieht es danach aus, dass das 61 Jahre alte Schiff, das früher Antwerpen mit der ehemaligen belgischen Kolonie Kongo verband, für einen symbolischen Euro übernommen werden kann. Die Restaurierung hingegen wird einiges mehr an finanziellem Aufwand bedeuten, auch wenn ehemalige Seeleute dieses Schiffes sagen, dass das bei Cockerill in Antwerpen gebaute ehemalige DDR-Schulschiff „Georg Büchner“ in sehr gutem Zustand ist…

Jetzt müssen Gespräche zwischen den Denkmalschutzbehörden in Deutschland und im belgischen Bundesland Flandern Klarheit bringen. Wünschenswert wäre, wenn die „Charlesville alias Georg Büchner“ wieder zurück nach Antwerpen geschleppt werden könnte. Dort, wo sie jetzt vor Anker liegt - im Hafen von Rostock - muss sie weg.