Viele Belgier haben falsches Bild von Krebs

Noch immer haben viele Belgier falsche Vorstellungen von dem, was Krebs verursachen kann. Das geht aus einem Krebsbarometer, die die Antikrebs-Stiftung anläßlich des Weltkrebstages veröffentlicht hat, hervor.

Die Stiftung erstellte eine Fragenliste, um herauszufinden, welches Bild die belgische Bevölkerung von der Krankheit Krebs hat. Das auffallendste Ergebnis ist, dass wir den Einfluss unseres eigenen Verhaltens auf die Entwicklung von Krebs unterschätzen.

1.000 Menschen wurden zu den Faktoren befragt, von denen sie denken, dass sie Krebs verursachen beziehungsweise fördern oder verhindern.

Dass UV-Strahlen und Rauchen schädlich sind, ist inzwischen wohl allen bekannt. Trotzdem zündet sich ein Viertel der Bevölkerung regelmäßig eine Zigarette an.

Auch das, was wir essen, ist beim Thema Krebs wichtig. Den Alkoholkonsum schätzen wir übrigens völlig falsch ein. "90 Prozent der Leute, die wir befragt haben, wusste nicht, dass ein Alkoholkonsum von mehr als einem Glas pro Tag, das Krebsrisiko, vor allem das Risiko, an Dickdarmkrebs zu erkranken und bei Frauen das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, erhöht", erklärt Dr. Ivo Nagels von der Antikrebsstiftung.

Knapp die Hälfte der Befragten gibt externe Faktoren als Krebsursache an und damit überschätzen sie offenbar die externen Faktoren. So seien zum Beispiel 55 Prozent der Befragten der Meinung, dass das Wohnen unweit eines normal funktionierenden Atommeilers krebserregend sei, 54 Prozent meine, dass das Essen von genetisch manipulierten Organismen krebserregend sei und 49 Prozent glaube, dass die Handynutzung zu einer Krebserkrankung führen könne. Der heutige wissenschaftliche Kenntnisstand hat jedoch keine Beweise dafür.

60 Prozent der Befragten glaubt auch, dass Stress Krebs verursache. Wissenschaftliche Studien zeigen jedoch, dass Stress kein Risikofaktor für Krebs ist.

Aufpassen!

Was jedoch das Krebsrisiko tatsächlich erhöht, ist Übergewicht. Es erhöht das Risiko von Speiseröhrenkrebs und Darmkrebs sowie Brust- und Nierenkrebs.

Das regelmäßige Verzehren von rotem Fleisch wie Schweinefleisch, Rind und Schaf tragen zur Entwicklung von Darmkrebs bei.

Und 5 Gramm Salz pro Tag ist mehr als genug. Übermäßiger Salzgenuss fördert Magenkrebs.

30 bis 50 Prozent aller Krebsarten könnten wir durch einen gesunden Lebensstil vermeiden, schließt Dr. Ivo Nagels von der Antikrebsstiftung.