Thronjubiläum mit Low-cost-Budget?

In diesem Sommer feiert König Albert II. sein 20-jähriges Thronjubiläum. Diese Feier soll weniger kosten als vor 10 Jahren. Die Umstände haben sich geändert. In Zeiten der Wirtschaftskrise soll auch das Königshaus sparen.

Am 9. August kann Belgiens König Albert II. auf 20 Jahre Regentschaft zurückblicken. Das Datum für die Feierlichkeiten hierzu im Land steht bereits fest: Der 21. Juli. Die Feiern zum 20. Jahrestag der Krönung von König Albert II. sollen dieses Mal aber weniger kosten als das Fest zum 10. Jahrestag 2003. Das will zumindest die Regierung, schreibt die französischsprachige Zeitung Le Soir, die diese Information offenbar aus Regierungskreisen hat. Der König müsse natürlich auch noch zustimmen.

Dieses Mal dürfte das Jubiläum von Albert II. nicht einmal die Hälfte von dem kosten, was es 2003 gekostet hat: 500.000 oder 600.000 Euro, so Le Soir. Die Zeitung habe diese Information von einer guten Quelle. Einer anderen Quelle zufolge werde das Fest kaum mehr als ein klassischer 21. Juli kosten. Wie schon vor zehn Jahren fänden die Feierlichkeiten nämlich im Rahmen des Nationalfeiertages statt.

Vor zehn Jahren war die Situation jedoch noch eine andere, als Brüssel noch tanzte, die Monarchie zum Träumen anregte und keine Polemik hervorrief. Damals stand Brüssel noch vor den Auswirkungen der Wirtschaftskrise und man feierte anstatt darüber zu reden, wie viel die Feier koste.

Das politisch-monarische Klima hat sich jedoch inzwischen geändert, man denke an die Affäre um die Privatstiftung der Königin Fabiola vor nicht allzu langer Zeit. Für jeden öffentlichen Cent, der ausgegeben werde, so Le Soir, müsse man sich rechtfertigen, auch wenn es sich um die Monarchie handele.

Es müsse gespart werden, schon aus budgetären Gründen. Man wolle ein einfaches, aber starkes Fest in einem neutralen budgetären Rahmen, zitiert Le Soir eine ihrer Quellen. Niemand wolle astronomische Summen opfern. Nicht aus Mangel an Eifer, sondern auch wegen des aktuellen Klimas wolle man nicht übertreiben.

Noch seien keine Entscheidungen getroffen worden, aber im Kanzleramt des Premiers hätten schon Diskussionen hierzu statt gefunden, heißt es noch.