Kokain zwischen Bananen im Supermarkt

In einigen Vorratslagern der belgischen Discounter- und Supermarktkette Colruyt ist Kokain gefunden worden. Zwischen den Bananen-Lieferungen wurden vereinzelte Drogenpäckchen entdeckt, in denen Kokain in Pulverform verpackt worden war.

Solche Kokainfunde wurden in den Lagern des Colruyt-Warenhäuser in Sint-Katelijne-Waver bei Mechelen in der Provinz Antwerpen, in Beringen in der Provinz Limburg und in drei Warenhäusern in Wallonien. Alleine in Sint-Katelijne-Waver sollen 36 kg Kokain entdeckt worden sein. Polizei und Justiz haben Ermittlungen eingeleitet.

Die Bananen für die Colruyt-Lieferung aus Richtung Südamerika kam über den Hafen von Antwerpen ins Land und wurde von einem Transportunternehmen aus dem Waasland bei Antwerpen an die Filialen ausgeliefert. Die Polizei untersucht unter anderem, ob ein Mitarbeiter dieser Transportfirma von der Drogenlieferung in den Bananen wusste. Colruyt gab an, dass das Kokain die Lager der Warenhäuser nicht verlassen hatte und dass die Kundschaft davon auch nichts merken konnte.

Der Hafen von Antwerpen ist nicht erst seit gestern eine Drehscheibe für Drogen aus Südamerika. Seit die niederländische Regierung ihre Drogenpolitik verschärfte, weichen die Drogenschmuggler vermehr nach Antwerpen aus. Polizei und Zoll im Hafen beschlagnahmen recht oft große Mengen an harten und weichen Drogen. Im Oktober vergangenes Jahr sorgte ein Rekordfund von 8 Tonnen Kokain in einem Container für Schlagzeilen.