Schwerer Schlag gegen Menschenschmuggler

In einer gemeinsamen Aktion der belgischen, französischen und britischen Polizei konnte ein international agierender Ring von Menschenschmugglern ausgehoben werden. Etwa 80 Wohnungen wurden durchsucht, Dokumente und Computer wurden beschlagnahmt und 65 Verdächtige wurden verhaftet.
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Die Ermittler beschlagnahmten bei den einzelnen Razzien Computer, wichtige Dokumente, Handys und große Summen Bargeld. Der Menschenschmugglerring arbeitete in ganz Westeuropa, in der Türkei und in Griechenland. Ziel war, illegale Einwanderer aus der Türkei, dem Irak, dem Iran und auch aus Afghanistan über Belgien und Frankreich auf die britischen Inseln zu bringen.

Der Ring war seit Jahren aktiv und konnte über Lastwagen und Kanalfähren jährlich rund 4.000 illegale Einwanderer nach Großbritannien schmuggeln. Pro gelungener Überfahrt mussten die Betroffenen bis zu 2.000 € zahlen. Für viele illegale Einwanderer in Westeuropa ist Großbritannien das gelobte Land, denn dort herrscht keine Ausweispflicht.

Die gemeinsame Aktion der belgischen, französischen und britischen Polizeidienste wurden von Eurojust, der EU-Behörde, die die grenzüberschreitenden Ermittlungen bei Verbrechensbekämpfung in den Mitgliedsländern koordiniert, geleitet. In Belgien waren die Staatsanwaltschaften von Brüssel, Brügge, Gent, Dendermonde und Mons an der Aktion beteiligt.