Belgacom TV-Verhandlung: Streichung von ARD und ZDF?

Offenbar verhandelt Belgacom TV derzeit noch mit den deutschen öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF über eine mögliche Streichung der beiden Sender aus dem Programm. Verschiedene belgische Medien berichten das.

So berichtet die flämische Zeitung De Morgen, dass sich die betroffenen Parteien nicht über die jährliche Vergütung einig würden: das letzte Angebot von Belgacom (jährlich rund 500.000 Euro) sei als nicht ausreichend angesehen worden.

Es sei schon auffällig, so De Morgen auf ihrer Website, dass die Person (Carine Doutrelepont), die im Namen der Sender einen zu hohen Preis von Belgacom verlange, gleichzeitig eine hohe Funktion bei Belgacom inne habe. Außerdem sei die Frau bekannt als Vertraute von Belgacom-Chef Didier Bellens.

Das deutschsprachige belgische Radio BRF hat mit dem Belgacom-Sprecher Jan Margot gesprochen und dieser bestätigte gegenüber dem BRF, dass man mit beiden Sendern weiterhin in Verhandlung stehe. Die Streichung sei aber noch nicht definitiv entschieden. Es stimme, dass ARD und ZDF mehr verlangt hätten, als Belgacom zu zahlen bereit sei. Doch hoffe man bei Belgacom auf eine Einigung, so der BRF.

Sicher ist jedenfalls, dass ab dem 18. Februar der deutsche Sender RTL ins Programm von Belgacom TV aufgenommen wird. Das steht am heutigen Freitag schon einmal auf der Webseite der Belgacom Gruppe vermeldet.

Dort steht auch geschrieben, dass ARD und ZDF noch immer im Angebot stünden und "dass Belgacom jedem vernünftigen Angebot der beiden öffentlich-rechtlichen Sender gegenüber offen steht, um in Zukunft nichts an der heutigen Situation verändern zu müssen."

Erste Reaktionen von Belgacom-Kunden hat es inzwischen bei mehreren Medien und in sozialen Netzwerken gegeben. Viele Kunden sind verärgert und hoffen, dass ARD und ZDF weiterhin im Angebot bleiben dürfen.