Arnault verspricht belgischem Staat Mio. €

Der französische Milliardär Bernard Arnault hat sein Schweigen erstmals nach seinem Umzug nach Belgien gebrochen. Über Denis Dalibot, seit vielen Jahren der Finanzdirektor des Luxus-Imperiums von Bernard Arnault, sagte er in einem Interview mit De Tijd, dass der belgische Staat Millionen € zusätzlicher Einkünfte erwarten dürfe.

Dalibot hält sich in Belgien auf, um hier, wie es heißt, die belgischen Aktivitäten der Gruppe auszubauen.

Die belgische Niederlassung, LVMH Finance Belgique, die an der Louizalaan in Brüssel liegt, erwirtschaftet milliardenschwere Umsätze. Belgien soll, so Dalibot, 2011 insgesamt 11,6 Millionen € an Unternehmenssteuern aus der LVMH-Anwesenheit einholen.

2012 werden diese Einnahmen ansehnlich steigen, sagt Dalibot in der Wirtschaftszeitung De Tijd.

Der Spitzenmanager sagte weiter: "Belgien ist ein gastfreundliches Land für Konzerne. Ich höre viele Menschen klagen, aber Belgien ist ein stabiles Land."

Sein Boss, Bernard Arnault, sei nicht aus steuerlichen Gründen Belgier geworden, sondern aus juristischen Gründen.

Um die Zukunft seiner Gruppe zu gewährleisten, hat Arnault eine Stiftung gegründet. In Frankreich bestand diese Möglichkeit nicht. Allerdings musste Arnault aus diesem Grund auch die belgische Staatsangehörigkeit annehmen.