Flanderns Export steigt wieder leicht an

In den ersten 10 Monaten des vergangenen Jahres haben die flämischen Exportunternehmen 2,79 % mehr Waren und Güter ausgeführt, als im gleichen Zeitraum 2011. Der Warenwert der exportierten Güter lag dabei bei rund 243 Mia. €.

Das Wachstum bei Export aus Flandern ist nicht wirklich hoch, trotzdem deutet es unmissverständlich an, dass sich die Region von der Krise im Jahr 2009 wieder erholt. Flanderns Ministerpräsident Kris Peeters (CD&V - kleines Foto) sieht darin auch eine große Verantwortung seines Bundeslandes für ganz Belgien. In der flämischen Tageszeitung De Morgen sagte er dazu:

„Flandern steht für 60 % der Bevölkerung in Belgien, für 70 % des Brutto-Inlandsprodukts und für 80 % des Exports. Diese Zahlen bestätigen, dass Flandern der wirtschaftliche Motor Belgiens ist. Wir tragen dadurch eine enorme Verantwortung.“

Die wichtigsten Exportziele des belgischen Bundeslandes Flandern bleiben die Niederlande, Deutschland und Frankreich. Zwei Drittel der Ausfuhr aus Flandern bleiben in der Europäischen Union. Allerdings ist ein Teil des Export-Anstiegs auf eine gesteigerte Ausfuhr in Richtung USA zurückzuführen. Im Vergleich zu 2011 stieg der Export in die Vereinigten Staaten um rund 30 %. Landeschef Peeters setzt denn auch auf den wiedergewählten US-Präsidenten Obama und hofft, dass dieser die Wirtschaft der USA wieder auf das richtige Gleis bringen kann.

Da auch die Exportzahlen in Richtung Russland, Süd-Korea und Brasilien leicht angestiegen ist, richtet das Landes-Exportamt „Flanders Invest & Trade“ seine Initiativen weiter in Richtung Russland und Asien. Noch dieses Jahr wird Landeschef Peeters gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft Handelsmissionen nach Thailand, China, Indien, Südafrika und Hongkong unternehmen.

Antwerpens Hafen schließt Abkommen mit Rosmoport

Port of Antwerp, die international fungierende Tochter des Antwerpener Hafenunternehmens, hat ein Kooperationsabkommen mit Rosmorport, der staatlichen russischen Behörde, die alle Häfen des Landes verwaltet, unterzeichnet. Das Abkommen ist vorerst auf fünf Jahre befristet, kann aber verlängert werden.

Der Antwerpener Hafen Antwerpen und die russischen Häfen arbeiten schon lange intensiv zusammen. Russland ist zudem der viertgrößte Handelspartner Antwerpens. Im vergangenen Jahr belief sich das Transportvolumen zwischen dem Antwerpener und den verschiedenen angelaufenen russischen Häfen auf etwa 8,6 Mio. Tonnen Waren und Güter.