ING Belgien baut 1.000 Arbeitsplätze ab

Die ING-Bank will in Belgien in den kommenden zwei Jahren rund 1.000 Arbeitsplätze streichen. Das niederländische Geldinstitut will 150 Mio. € einsparen und plant dies teilweise auch über einen Stellenabbau zu bewerkstelligen.

Bis Ende 2015 will die belgische Filiale der niederländischen ING-Bank etwa 1.000 Arbeitsplätze abbauen. Das entspricht in etwa einem Zehntel des Personalbestandes der Bank in Belgien. ING will dies aber nicht über Kündigungen erreichen, sondern über einen ausgeklügelten Plan mit natürlichen Abgängen.

ING begründet den Stellenabbau und den Sparplan mit der Tatsache, dass viele Kunden zum Online-Banking übergegangen sind und dass die Zinsen derzeit sehr niedrig seien. Gewinnrückgänge und Verluste im Versicherungsgeschäft sorgten 2012 bei der ING dafür, das Kreditinstitut weiträumig zu reorganisieren.

Zudem muss auch bei ING eine zusätzliche Kapitalreserve angelegt werden. Dazu hat die Europäische Union die Großbanken in der Union verpflichtet, um so eine neue Bankenkrise zu vermeiden oder zumindest abfedern zu können.

Die ING-Bank ist nicht das einzige Finanzunternehmen in Belgien, dass in der nächsten Zeit in Belgien Arbeitsplätze abbauen will. Belfius plant die Streichung von knapp 900 Arbeitsplätzen und BNP Paribas Fortis will sogar die doppelte Zahl an Jobs abbauen. ING will auch Stellen in den Niederlanden streichen. Hier sollen bis zu 1.400 Arbeitsplätze dem Sparzwang zum Opfer fallen.