Rettung: Glacio übernimmt Ijsboerke

Glacio, ein Hersteller von Eispralinen, übernimmt die in Not geratene Belgian Icecream Group und rettet somit die belgischen Traditionsmarken Ijsboerke, Mio und Artic. Glacio wird fast alle Bereiche von Ijsboerke weiterbetreiben, außer die Von-Haus-zu-Haus-Lieferungen.

Die Belgian Icecream Group genießt seit Anfang des Jahres Gläubigerschutz. Eigentlich drohte bereits der Konkurs der Gruppe, zu der u.a. die traditionsreiche belgische Speiseeismarke Ijsboerke gehört. Doch mit Glacio fand sich ein produktnahes Unternehmen, das die Gruppe übernehmen will.

Der Eispralinen-Produzent Glacio will einen Großteil der Beschäftigten von Ijsboerke übernehmen und die Belegschaft der Belgian Icecream Group stimmte den Plänen von Glacio zu, auch wenn es dabei wahrscheinlich zu Entlassungen kommen wird. Von den derzeitigen 335 Beschäftigten übernimmt Glacio 207 Arbeitnehmer.

128 Beschäftigte verlieren ihren Job, wenn Glacio keinen Käufer für die Von-Haus-zu-Haus-Abteilung von Ijsboerke findet. Für die Beschäftigten in der Speiseeis-Produktion werden unter Glacio in etwa die gleichen Bedingungen gelten, wie bisher bei der Icecream-Gruppe. Allerdings muss in einigen Bereichen, in erster Linie bei den Angestellten, mit Gehaltseinbußen gerechnet werden.

Glacio

Das Unternehmen Glacio aus Beerse in der Provinz Antwerpen stellt Speiseeiscrème in industriellen Maßstäben her: Eispralinen, Portionen für den Einzelhandel und auch in Bulkverpackungen für Großabnehmer.

Die Belgien Icecream Group aus Tielen, ebenfalls Provinz Antwerpen, stellt Speiseeis für den Endverbraucher und für den Einzelhandel her. Mit der Übernahme von Ijsboerke hat Glacio rund 20 % des gesamten belgischen Marktes für Speiseeis in Händen. Bei Glacio arbeiten rund 200 Beschäftigte.