Trotz Krise mehr neue Arbeitsplätze

In Belgien sind im Zeitraum zwischen 2003 und 2011 rund 400.000 neue Arbeitsplätze entstanden. Das entspricht einem Anstieg um 9,22 %. Die Zahlen stammen vom Nationalen Statistikamt INR und von der Nationalbank.
Mehr Jobs und offene Stellen trotz Krise in Belgien

Demnach ist die Zahl der Beschäftigten in den neun Jahren des Zeitraums 2003-2011 um 383.730 Einheiten angestiegen. In jedem Jahr in dieser Periode stieg die Zahl der Arbeitsplätze, außer im Krisenjahr 2009, als ein leichter Rückgang registriert wurde.

Diese Zahlen belegen das Gegenteil der allgemeinen Befindlichkeiten. In diesen Krisenjahren mag man das Gefühl haben, es gehen stets mehr Stellen im Land verloren, doch dem ist statistisch gesehen nicht so. Zudem, so die flämische Tageszeitung De Standaard dazu, liege die Arbeitslosenrate derzeit unter dem Wert von 2005, also vier Jahre vor dem Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise.

Dass die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze prozentual nicht deutlicher sichtbar ist, liegt daran, dass die Bevölkerungszahl in Belgien ebenfalls ansteigt. 2004 zählte unser Land 10,40 Mio. Einwohner und 2011 10,95 Mio.

Stärkeres Wachstum in Wallonien

Prozentual gesehen ist das Wachstum im Bereich Arbeitsplätze in Wallonien deutlicher zu spüren, als in Flandern oder in der Region Brüssel-Hauptstadt.

In Wallonien kamen im genannten Zeitraum 119.019 Stellen hinzu, in Flandern 230.895 und in Brüssel 35.530. Da die Bevölkerungszahl in Wallonien geringer ist, als in Flandern, stieg die Zahl dort um 10,8 % und bei den Flamen um 9,6 %.

Die Bereiche in Belgien, in denen die meisten neuen Stellen geschaffen werden konnten, sind die Dienstleistung und der Pflegebereich.