"In 1 Minute mehr als mein halbes Leben zerstört"

"Jeder starrt mich an auf der Straße. Es ist jedoch meine eigene Schuld und das weiß ich nur zu gut." Einer der acht Jugendlichen, unter ihnen auch einige Belgier, die in Eindhoven einen jungen Mann zusammengeschlagen haben, macht eine bemerkenswerte Aussage.

Die Bilder des Vorfalls sinnloser Gewalt in Eindhoven (Niederlande) vor einigen Wochen, die von einer öffentlichen Überwachungskamera stammen, haben für viel Aufhebens in den Nederlanden und Belgien gesorgt.

Acht Jugendliche, darunter fünf, die in der Gegend um Turnhout (Provinz Antwerpen) wohnen, rempeln einen Passanten um. Sie schlagen und treten ihn und selbst als er schon bewusstlos am Boden liegt, tritt ihn einer weiter. Inzwischen sind die acht Jugendlichen identifiziert.

Auch einige Belgier sind darunter. Einer von ihnen hat nun auf PowNews, einem umstrittenen niederländischen Magazin, das schon seit Wochen Jagd auf die "acht von Eindhoven" macht, eine bemerkenswerte Aussage gemacht.

Dem 19-Jährigen, der aussagt, tut wie er selbst behauptet, das alles sehr leid. Er selbst habe zwei Schläge ausgeteilt. Wer die meisten Schläge austeilte, damit wollte er jedoch nicht herausrücken.

"Ich dachte, ich schütze meinen Freund, aber ich weiß nicht, warum das passiert ist. Erst im Auto, auf dem Weg nach Hause, dachte ich, was habe ich da gemacht." Der junge Mann wollte sich erst nicht der Polizei stellen, aber später stellte sich heraus, dass ein Film auftauchte und der Ball kam ins Rollen.

"Ich schlafe nicht gut. Das geht nicht mehr. Weil Du begreifst, dass innerhalb von einer Minute über die Hälfte Deines Lebens futsch ist. Dass Du mit allem noch einmal von vorne anfangen musst. Jeder starrt mich an auf der Straße. Das macht keinen Spaß. Es ist aber meine eigene Schuld und das begreife ich nur allzu gut."

Der junge Mann betont, dass es ihm sehr leid tue. "Ich bin schon durch die Medien sehr hart bestraft worden. Ich habe schon auf jeder 1. Seite gestanden", erzählt er sehr emotinal. "Ich will so schnell wie möglich meine Strafe wissen, so dass ich weiterleben kann."