Fan-Schals aus Brüssel für Pussy Riot

Aktivisten von Amnesty International und die Brüsseler Vereinigung Tricot Trottoir haben am Sonntag eine Strickaktion auf dem Brüsseler Albertinaplein veranstaltet. Sie strickten Fan-Schals, um den drei wegen Protests gegen den russischen Präsidenten Vladimir Putin verurteilten Mitgliedern der russischen Punkgruppe Pussy Riot ihre Unterstützung zu bezeugen.
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Die Bandmitglieder Nadeschda Tolokonnikowa, Jekaterina Samuzewitsch und Maria Alechina waren im August wegen einer regierungskritischen Aktion gegen den heutigen Staatschef Wladimir Putin zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Nur die Strafe Samuzewitschs wurde im Anschluss an den international scharf kritisierten Prozess in eine Bewährungsstrafe umgewandelt.

"Wir fordern die unmittelbare und bedingungslose Freilassung der Mädchen", sagt Lore Van Welden von Amnesty International. "Die Mitglieder von Pussy Riot sind eindeutig politische Gefangene, die im Gefängnis sitzen, weil sie auf friedliche Art und Weise ihre Meinung geäußert haben, ohne Gewalt zu gebrauchen oder zu Gewalt aufzurufen."

Symbol

Das Los der drei Pussy Riot-Mitglieder ist für Amnesty auch ein Symbol der Situation unter dem Putin-Regime in Russland.

"Mit ihrer Verurteilung hat das Regime gezeigt, dass keine Kritik toleriert wird. Auch jede Menge Anwälte, Journalisten und Oppositionsführer fühlen den Druck. Deshalb ist das ständige internationale Interesse so wichtig. Damit fühlen die Mitglieder von Pussy Riot, dass sie nicht alleine sind. Es ist eine Warnung an das Regime, dass es nicht so einfach machen kann, was es will", so Van Welden noch.