Belgisch-französischer Soldat in Mali getötet

Bei Gefechten im Norden von Mali ist am Dienstag ein französischer Soldat ums Leben gekommen, der aus Belgien stammt. Der 33 Jahre alte Unteroffizier kommt aus Brecht bei Antwerpen und gehört seit Jahren zur Fremdenlegion. Vor einiger Zeit erhielt der Mann die französische Nationalität. Frankreich verliert damit einen zweiten Soldaten in Mali.
AP2013
Französische Soldaten in Mali

Der 33jährige Unteroffizier der Fremdenlegion kam bei Gefechten mit islamistischen Rebellen in Nord-Mali ums Leben. Frankreich verliert mit dem aus Belgien stammenden Mann bereits den zweiten Soldaten im Einsatz gegen die Rebellen in der ehemaligen Kolonie.

Belgiens Außenminister Didier Reynders (MR) hat den Angehörigen und Freunden des ums Leben gekommenen Soldaten mit doppelter Staatsangehörigkeit in einer Pressemitteilung seine Anteilnahme mitgeteilt.

Der 33Jahre alte Harold Vormezeele (Foto) gehörte zu einer Eliteeinheit der französischen Fremdenlegion, die auf Korsika stationiert ist. Mit 19 Jahren ging der aus Brecht bei Antwerpen stammende Mann als Freiwilliger zur Fremdenlegion und diente dort bis zu seinem Tod. 2010 erhielt er die französische Staatsbürgerschaft. Frankreichs Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian würdigte den getöteten Soldaten mit den Worten: „Er fiel, während er einen Auftrag erfüllte, der ihm bei der Verteidigung unserer Freiheit und unserer Sicherheit auf malischem Grundgebiet erteilt wurde.“

Französische Truppen unterstützen die malische Armee seit etwa einem Monat im Kampf gegen islamistische Rebellen im Norden des afrikanischen Wüstenstaates. Die Operation Serval wird von einigen weiteren europäischen Ländern, darunter auch Belgien, logistisch unterstützt. Mitte Januar, kurz nach Beginn der Mission, war bereits ein französischer Bataillonskommandant in Mali erschossen worden.