Maximal 80 belgische Soldaten nach Mali

Unser Land hat der EU zusätzliche Soldaten für Mali zugesagt. Die Soldaten sollen für den Schutz des französischen Militärstützpunktes sorgen. Allerdings wird Belgien statt den von der EU gefragten 160 Soldaten nur die Hälfte dieser Zahl zur Verfügung stellen. Darüber ist sich die belgische Regierung einig. Ein formaler Beschluss hierzu folgt später.
AP2013

Die Europäische Union hatte um 160 Soldaten gebeten, aber unser Land wird höchstens ein oder zwei Truppen, also maximal 80 Soldaten, entsenden. Es soll sich um Infanteriesoldaten aus dem limburgischen Leopoldsburg handeln.

Die Soldaten sollen in Mali einen Stützpunkt ca. 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bamako bewachen. Dort bilden europäische Soldaten afrikanische Streitkräfte im Rahmen der EU-Ausbildermission EUTM für Mali aus.

Die Regierungsspitze wird dem Vorschlag aus dem Verteidigungsministerium wahrscheinlich am Freitag zustimmen.

Die beiden Rettungshubschrauber, die Belgien bereits für die französische Operation Serval in dem westafrikanischen Land zur Verfügung gestellt hat, bleiben auch nach Ablauf dieses ersten Einsatzes in Mali im Einsatz. Diesen Entschluss hatte die Regierung bereits Anfang der Woche gefasst. Auch hatte sie prinzipiell ihre Beteiligung an der Sicherung der europäischen Trainingsmission zugesagt. 

Es hatte geheißen, dass die beiden Transportflugzeuge vom Typ C-130, die unser Land den französischen Truppen zur Verfügung stellt, nach Ablauf der Operation Serval (dessen Datum voraussichtlich der 15. März sein wird) allerdings ihren Einsatz beenden werde.

Weiter hatte es geheißen, dass die belgische Teilnahme am Schutz der Ausbilder "proportional" erfolgen und Gegenstand der Verteilung zwischen anderen europäischen Ländern, die an der Ausbildermission EUTM beteiligt sind, sein werde.