„Ja, ich kann Bart De Wever schlagen!“

Flanderns Ministerpräsident Kris Peeters (CD&V) hat keine Angst vor einem Duell mit Bart De Wever (N-VA) anlässlich der Wahlen 2014. In einem Gespräch mit der Tageszeitung Het Laatste Nieuws sagte Peeters, dass er gegen De Wever gewinnen könne.
Bart De Wever und Kris Peeters (Archivfoto)

„Ich kann De Wever und die N-VA schlagen. Das ist nicht evident aber spielbar.“, sagte Flanderns Landeschef Kris Peeters gegenüber Het Laatste Nieuws. Wie das Ganze von Statten gehen soll, steht allerdings noch in den Sternen, denn bei der nationaldemokratischen N-VA steht noch nicht fest, ob Bart De Wever, derzeit Bürgermeister in Antwerpen, 2014 als Spitzenkandidat seiner Partei an den Landtagswahlen teilnehmen wird.

Unsicher ist auch, ob der Christdemokrat Peeters auf flämischer Ebene antritt, denn es steht bei der CD&V zur Debatte, dass er auch zur föderalen Ebene wechseln könnte. Sicher ist aber, dass es 2014 zum Clash CD&V vs. N-VA bzw. Peeters vs. De Wever kommen wird. Pikant ist dabei, dass beide Parteien gemeinsam in der Mehrheit auf flämischer Landesebene sitzen.

Das weiß Ministerpräsident Peeters nur allzu gut: „Angst habe ich nur davor, einen Liebsten zu verlieren. Nicht aber davor, mit einem politischen Gegner ein Duell anzugehen. Die Frage ist: Kann ich den Streit gewinnen? Ich unterschätze meinen Gegner nicht, aber ich gebe mich auch nicht geschlagen, denn ich kann nicht gut verlieren. Die Antwort lautet also: Ja, mit Hilfe der CD&V kann ich Bart De Wever und die N-VA schlagen.“

Er will aber kein „N-VA-Bashing“. Peeters will die populären Nationaldemokraten aus eigener Kraft und mit politischen Argumenten besiegen: „Was wir zu bieten haben, muss genügen, um ein gerüttelt Maß Flamen zu überzeugen.“

N-VA und PS weiter populär

Der öffentlich-rechtliche frankophone Rundfunk RTBF und die Brüsseler Tageszeitung La Libre Belgique haben in ihrem aktuellen Politbarometer ausgemacht, dass in Flandern die N-VA und in Wallonien die PS weiterhin die stärksten Parteien bleiben.

Die N-VA steigt weiter in der Wählergunst der Flamen. Würde jetzt die Sonntagsfrage gestellt, dass würden 39 % der Wähler hier die Nationaldemokraten wählen. Vor drei Monaten hatten das noch 35,4 % der Flamen vor. Die sozialistische SP.A liegt mit 14,9% weit abgeschlagen auf Platz 2 in der Wählergunst.

CD&V und Open VLD folgen auf den Plätzen. Leichte Gewinne verbuchen die Grünen von Groen, die mit einem Plus von 0,7 % auf 8,7 % der Stimmen kommen. Der rechtsradikale Vlaams Belang ist auf dem Weg nach unten, halbiert seinen Stimmenanteil seit der letzten Wahl und spielt kaum noch eine Rolle.

In Wallonien bleibt die sozialistische PS mit 30,2 % an der Spitze, muss aber 7,4 % im Vergleich mit der letzten Wahl abgeben. Hier bleiben die frankophonen Liberalen MR weiter die zweitstärkste Kraft der Region.

In der Region Brüssel-Hauptstadt ist die Lage umgekehrt und kann sich die liberale MR trotz des Bruchs mit der radikal-frankophonen FDF mit 23 % der Stimmen auf der Spitze halten. Die frankophonen Sozialisten der PS kommen hier auf 21,3 % der Stimmen.