Ijsboerke-Übernahme ist gesichert

Die Übernahme des in finanzielle Schieflage geratenen flämischen Speiseeis-Herstellers Ijsboerke durch das Konkurrenzunternehmen Glacio ist nach einigen Schwierigkeiten doch noch unterschrieben worden.

Das Übernahmeabkommen zwischen dem Traditionsunternehmen Ijsboerke und dem Mitbewerber Glacio ist am Wochenende nach längeren und schwierigen Verhandlungen unterzeichnet werden. Nach Gewerkschaftsangaben behalten etwas mehr als 200 der insgesamt 335 Ijsboerke-Mitarbeiter unter dem neuen Eigner ihren Job.

128 Kollegen allerdings werden die Kündigung erhalten. Deshalb sprechen die Gewerkschaften auch nicht von einer „geglückten Übernahme“ sondern von einem „traurigen Ergebnis“ und bedauern das soziale Blutbad. Aber, es hätte auch schlimmer kommen können. Wäre der Deal geplatzt, hätte niemand mehr einen Job bei Ijsboerke.

Die meisten Jobs gehen im Bereich der Auslieferfahrer verloren. Jahrzehnte lang gehörten die orange-weißen Ijsboerke-Kühlwagen, die von Haus zu Haus fuhren, zum alltäglichen Straßenbild im ländlichen Belgien. Dieser Teil der Geschichte geht nun zu Ende. Mit Lohneinbußen müssen weitere Beschäftigte rechnen. Die wenigen Auslieferfahrer, die ihre Jobs behalten, verlieren rund 20 % ihres Bruttogehalts und auch deren Kollegen in der Produktion müssen Abstriche bei ihren Bezügen hinnehmen.